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Gesellschaft 19.02.2026, 10:46 Aktualisiert: 19.02.2026, 18:08

Nahrungsergänzungsmittel bei Erkältung: Experten warnen vor Überdosierung

Zink kann Erkältungsdauer verkürzen, aber nur bei hohen, riskanten Dosen.

Wichtige Fakten

  • Zink kann Erkältungsdauer verkürzen, aber nur bei hohen, riskanten Dosen.
  • Vitamin C hilft vorbeugend, verhindert Erkältungen aber nicht vollständig.
  • Vitamin D wird im Winter oft ergänzt, vor allem für Knochengesundheit.
  • Eine ausgewogene Ernährung deckt meist den Bedarf an Mikronährstoffen.
  • Überdosierungen können schädlich sein, etwa durch Kupfermangel bei Zink.

Zusammenfassung

In der Erkältungszeit greifen viele zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Zink, Vitamin C und Vitamin D, um das Immunsystem zu stärken. Experten betonen jedoch, dass eine ausgewogene Ernährung in der Regel ausreicht, um den Bedarf an diesen Mikronährstoffen zu decken. Zink kann die Dauer einer Erkältung verkürzen, aber nur bei sehr hohen Dosen, die über den empfohlenen Grenzwerten liegen und Risiken wie eine gestörte Kupferaufnahme bergen. Vitamin C hilft vorbeugend, verhindert Erkältungen aber nicht vollständig, während Vitamin D im Winter oft ergänzt wird, vor allem für die Knochengesundheit.

Risiken und Empfehlungen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene täglich 7–16 mg Zink und 95–110 mg Vitamin C, wobei Raucher höhere Vitamin-C-Dosen benötigen. Personen mit veganer oder vegetarischer Ernährung, ältere Menschen und Flexitarier haben ein erhöhtes Risiko für Zinkmangel und sollten in den Wintermonaten vorbeugend 10 mg Zink täglich einnehmen. Bei der Auswahl von Zinkpräparaten sollten gut aufnehmbare Formen wie Zinkcitrat bevorzugt werden, und magensaftresistente Tabletten können Nebenwirkungen wie Sodbrennen vermeiden. Vitamin D sollte in Dosen bis zu 800 IE täglich eingenommen werden, wobei 4.000 IE nicht überschritten werden dürfen, da es sonst zu Nierensteinen führen kann.

Weitere Faktoren

Neben Mikronährstoffen spielen auch Stress und allgemeine Lebensweise eine Rolle für das Immunsystem. Experten wie der Ernährungsberater Claus Rothenbücher weisen darauf hin, dass selbst bei guter Nährstoffversorgung Stress das Immunsystem schwächen kann. Daher sind eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse sowie Stressreduktion oft effektiver als die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, um Erkältungen vorzubeugen und die Gesundheit zu unterstützen.

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