National Gallery in London kämpft mit Millionen-Defizit
Wichtige Fakten
- • Defizit von 8,2 Millionen Pfund im kommenden Jahr erwartet
- • Kürzungen bei kostenlosen Ausstellungen und teurere Tickets geplant
- • Freiwillige Abfindungen für Mitarbeiter, bei Bedarf Kündigungen möglich
- • Besucherzahlen noch nicht auf Vor-Corona-Niveau (3,8 statt 6 Millionen)
- • Jährliche staatliche Förderung von 32 Millionen Pfund
Finanzielle Herausforderungen
Die National Gallery in London steht vor einem erwarteten Defizit von 8,2 Millionen Pfund im kommenden Jahr, was zu erheblichen Sparmaßnahmen führt. Trotz eines Rekorderfolgs mit der Van-Gogh-Ausstellung im Vorjahr und geplanten Großprojekten wie dem neuen Flügel für moderne Kunst (Project Domani) mit privaten Spenden in Höhe von 300 Millionen Pfund, kämpft die Galerie mit steigenden Betriebskosten und stagnierenden Einnahmen.
Sparmaßnahmen und Auswirkungen
Die Galerie plant Kürzungen bei kostenlosen Ausstellungen und öffentlichen Programmen sowie teurere Tickets. Zudem wird ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Mitarbeiter angeboten, bei unzureichenden Einsparungen sind auch Kündigungen möglich. Die Besucherzahlen liegen mit 3,8 Millionen im Jahr 2025 noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von sechs Millionen, obwohl die Wiedereröffnung des Sainsbury Wing die Besucherzahlen leicht verbesserte.
Gründe und Reaktionen
Als Gründe werden steigende Betriebskosten, Inflation, neue Geschäftssteuern und der Wettbewerb um die Freizeit der Menschen genannt. Die Gewerkschaft Prospect warnt vor einem nachhaltigen Risiko für das kulturelle Erbe, wenn keine langfristige Finanzierungslösung gefunden wird. Die Galerie betont die Notwendigkeit eines "strategischen Resets", um zukunftsfähig zu bleiben.
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