Neuer China-Schock: Europa warnt vor Abhängigkeit von Importen
Wichtige Fakten
- • EU importiert 88% der Aminosäuren aus China.
- • 96% der mehrwertigen Alkohole kommen aus China.
- • Deutschland verlor 250.000 Industriearbeitsplätze seit 2019.
- • Chinas Überschuss mit Deutschland verdoppelte sich auf 25 Mrd. Dollar.
Neue Abhängigkeit von chinesischen Komponenten
Europa steht vor einer neuen China-Schock-Welle, die lokale Industrien kannibalisieren und Arbeitsplätze vernichten könnte. Laut Handelsanalysten droht eine De-facto-Kolonisierung durch Peking. Der fallende Yuan und die Unterstützung chinesischer Zombie-Unternehmen verschärfen die Krise. Jens Eskelund von der Europäischen Handelskammer in Peking warnt: Europa werde immer abhängiger von China, nicht nur bei Endprodukten, sondern vor allem bei Komponenten.
Preisdruck durch Yuan-Abwertung
Jürgen Matthes, ein deutscher Ökonom, schätzt den Yuan gegenüber dem Euro um 40% unterbewertet ein. Chinesische Produkte sind bei 95% der Qualität 30-50% günstiger – ein rationaler Einkaufsvorteil, der europäische Hersteller unter Druck setzt. Die deutsche Maschinenbaubranche verlor allein im letzten Jahr 22.000 Jobs. Insgesamt gingen in Deutschland seit 2019 rund 250.000 Industriearbeitsplätze verloren.
EU-Gesetze reichen nicht aus
Brüssel arbeitet an Vorschlägen wie dem Industrial Accelerator Act und einer Cybersecurity-Novelle, die Lieferantenbeschränkungen erlauben. Diese treten jedoch erst 2027 in Kraft. Sofortmaßnahmen sind gefragt, doch Strafzölle auf chinesische Elektroautos hatten kaum Wirkung. Andrew Small vom European Council on Foreign Relations sieht China in der Fahrersitzposition: Peking könne EU-Gegenmaßnahmen geschickt unterlaufen.
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