Norwegens Verteidigungschef warnt vor möglicher russischer Invasion zum Schutz von Atomwaffen
Wichtige Fakten
- • Norwegens Verteidigungschef schließt russische Invasion nicht aus, um Atomwaffen zu schützen.
- • Russlands Atomarsenal auf der Kola-Halbinsel liegt nahe der norwegischen Grenze.
- • Kristoffersen kritisiert Trumps Aussagen zu NATO-Truppen in Afghanistan als falsch.
- • Norwegen und Russland halten direkten Kontakt für Such- und Rettungsmissionen aufrecht.
- • Russland respektiert laut Kristoffersen den Svalbard-Vertrag und militarisiert das Gebiet nicht.
Mögliche russische Bedrohung im hohen Norden
Norwegens Verteidigungschef Eirik Kristoffersen hat in einem Interview mit dem Guardian gewarnt, dass Oslo eine mögliche russische Invasion nicht ausschließen könne, um Moskaus Atomwaffen auf der Kola-Halbinsel zu schützen. Diese liegen nur kurze Entfernung von der norwegischen Grenze und umfassen U-Boote, landgestützte Raketen und atomwaffenfähige Flugzeuge. Kristoffersen betonte, dass Russland zwar keine Eroberungsziele wie in Ukraine habe, aber eine Invasion als Option zum Schutz seiner Zweitschlagfähigkeit in Betracht ziehen könnte.
Kritik an Trump und aktuelle Sicherheitslage
Kristoffersen kritisierte zudem scharf die Aussagen von Donald Trump, dass NATO-Truppen nicht an vorderster Front in Afghanistan gekämpft hätten, und wies darauf hin, dass Norwegen dort Verluste erlitten habe. Seit Russlands Invasion der Ukraine hat Norwegen seine Grenzgebiete im Norden verstärkt, während Schweden und Finnland der NATO beigetreten sind. Trotz der Bedrohungslage halten Norwegen und Russland direkten Kontakt für Such- und Rettungsmissionen in der Barentssee aufrecht, und Kristoffersen empfiehlt eine Militär-Hotline zur Deeskalation.
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