NRW-FDP-Chef Henning Höne kandidiert für Bundesvorsitz
Wichtige Fakten
- • Henning Höne, NRW-FDP-Vorsitzender, kandidiert für den Bundesvorsitz der FDP.
- • Der gesamte FDP-Bundesvorstand trat nach Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zurück.
- • Die FDP wählt im Mai einen neuen Bundesvorsitzenden auf einem Bundesparteitag.
- • Christian Dürr, bisheriger Fraktionschef, ist ein wahrscheinlicher Gegenkandidat Hönes.
- • Marie-Agnes Strack-Zimmermann zog ihre Kandidatur zurück und unterstützt Höne.
Kandidatur und Parteikrise
Henning Höne, der Landesvorsitzende der NRW-FDP, hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Partei erklärt, wie die 'FAZ' berichtet und der WDR bestätigte. Dies erfolgt vor dem Hintergrund schwerer Wahlniederlagen der FDP in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, woraufhin der gesamte Bundesvorstand der Partei seinen Rücktritt ankündigte. Die Partei wählt im Mai einen neuen Bundesvorsitzenden, und Höne gilt als aussichtsreicher Kandidat, nachdem er bereits vor einem Jahr als möglicher Anwärter gehandelt wurde, als die FDP aus dem Bundestag flog.
Strategische Neuausrichtung und interne Dynamiken
Höne betonte in einem Interview mit der 'FAZ', dass die FDP eine strategische Neuaufstellung benötige und zu viel Zeit verstreichen ließ. Er lehnt eine erneute Kandidatur des bisherigen Fraktionschefs Christian Dürr ab und fordert einen Neustart mit neuen Köpfen. Der NRW-Landesverband, der maßgeblich zur Wiederbelebung der FDP nach 2013 beitrug, pocht auf mehr Einfluss in der Bundespartei, wie durch Kommentare des Generalsekretärs Moritz Körner angedeutet wurde. Höne steht für eine liberal-bürgerliche Ausrichtung und fordert eine bodenständigere Politik.
Unterstützung und Konsequenzen
Hönes Kandidatur ist eine Einzelbewerbung und schließt eine Doppelspitze aus, woraufhin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihre eigene Kandidatur zurückzog und Höne ihre volle Unterstützung zusicherte. Mit 39 Jahren und Erfahrung im NRW-Landtag seit 2012 versucht Höne, die größte FDP-Landesgruppe zu nutzen, um die Partei aus der existenziellen Krise zu führen und eine Erneuerung einzuleiten.
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