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Wirtschaft 14.04.2026, 08:23 Aktualisiert: 14.04.2026, 23:07

Ölpreise fallen weiter auf Hoffnung von Friedensgesprächen

Brent-Rohöl fiel um 3,8% auf 95,54 USD pro Barrel am Dienstag.

Wichtige Fakten

  • Brent-Rohöl fiel um 3,8% auf 95,54 USD pro Barrel am Dienstag.
  • Trump bestätigte Kontaktaufnahme Teherans für mögliches Abkommen.
  • IEA bereit, weitere Ölreserven freizugeben, da 80% noch verfügbar sind.
  • BP erwartet außergewöhnliche Gewinne im ersten Quartal durch hohe Ölpreise.
  • ExxonMobil verlor 6% der weltweiten Produktion durch den Iran-Krieg.

Ölpreise fallen weiter auf diplomatische Signale

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gesunken, nachdem Hoffnungen auf neue Friedensgespräche zwischen den USA und Iran die Märkte beruhigten. Der globale Benchmark Brent-Rohöl fiel um 3,8% auf 95,54 US-Dollar pro Barrel, während US-Öl um 6,1% auf 92,85 Dollar nachgab. Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Teheran habe Washington kontaktiert, um ein mögliches Abkommen zu besprechen, was als Zeichen einer möglichen Deeskalation gewertet wurde. Die New York Times berichtete, Iran habe eine fünfjährige Aussetzung der Urananreicherung angeboten, was die USA jedoch ablehnten, wobei eine zweite Runde von Gesprächen in Pakistan möglich scheint.

Hintergrund der Spannungen und Marktreaktionen

Zuvor waren die Ölpreise über 100 Dollar gestiegen, nachdem Trump eine Blockade iranischer Häfen angeordnet hatte, nachdem Verhandlungen am Wochenende gescheitert waren. Trotz der aktuellen Entspannung bleiben die Preise deutlich höher als vor Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar, als sie bei etwa 73 Dollar lagen. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte, dass die Lage im April noch schlimmer werden könnte, falls die Störungen anhalten, da im März die globalen Öllieferungen um 10,1 Millionen Barrel pro Tag zurückgingen. Die IEA signalisierte Bereitschaft, weitere Ölreserven freizugeben, nachdem bereits 400 Millionen Barrel freigegeben wurden, wobei noch 80% der Ressourcen verfügbar sind.

Auswirkungen auf globale Energieversorgung und Unternehmen

Die Straße von Hormuz, durch die fast ein Fünftel des globalen Öl- und Gastransports fließt, ist ein zentraler Konfliktpunkt, nachdem Iran Vergeltung für US-israelische Angriffe angedroht hat. US-Energieminister Chris Wright erwartet, dass die Ölpreise in den kommenden Wochen ihren Höhepunkt erreichen könnten, solange die Wasserstraße effektiv geschlossen bleibt. Gleichzeitig profitieren große Ölkonzerne von den gestiegenen Preisen: BP erwartet außergewöhnliche Gewinne im ersten Quartal, während Shell ein deutliches Gewinnplus angekündigt hat. Allerdings leiden Unternehmen wie ExxonMobil, das 6% seiner weltweiten Produktion durch den Krieg eingebüßt hat, und Shell könnte Einbußen im LNG-Geschäft durch iranische Angriffe auf Katars Anlagen erleiden.

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