Orban zieht sich aus Parlament zurück – Magyar warnt vor Flucht
Wichtige Fakten
- • Orban gibt sein Parlamentsmandat zurück und bleibt Fidesz-Chef.
- • Gergely Gulyas wird neuer Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer.
- • Magyar wirft Orban-Umfeld vor, Staatsgelder veruntreut zu haben.
- • Magyar fordert Behörden auf, Vermögen zu beschlagnahmen.
- • Orban-Schulfreund Meszaros soll nach Dubai fliehen wollen.
Viktor Orban, nach 16 Jahren als Ministerpräsident Ungarns, hat angekündigt, sein Parlamentsmandat nicht wahrzunehmen und sich auf die Neuorganisation seines politischen Lagers zu konzentrieren. In einem Video auf Social-Media erklärte der 62-Jährige, dass die Fidesz-Fraktion grundlegend umgestaltet werde und Gergely Gulyas den Fraktionsvorsitz übernehme. Orban strebt jedoch an, Parteichef zu bleiben, ein entsprechender Kongress ist für Juni geplant.
Wahlsieger Peter Magyar warnte umgehend vor Fluchtplänen im Orban-Umfeld. Er sprach von einer 'Mafia', die jährlich Milliarden Euro an Staatsgeldern veruntreut habe. Magyar forderte die Behörden auf, Vermögen zu beschlagnahmen und Ausreisen von Oligarchen zu verhindern. Konkret nannte er Orban-Schulfreund Lörinc Meszaros, der angeblich nach Dubai fliehen wolle. Spekulationen zufolge könnte auch Orban selbst ins Ausland gehen, wo seine Tochter in den USA lebt.
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