Pakistan: Fußballproduktion verändert Frauenleben
Wichtige Fakten
- • 70% aller handgenähten Fußbälle weltweit stammen aus Sialkot.
- • Näherin Warsha Murad steigerte ihren Lohn von 28 auf 155 Euro monatlich.
- • Die Fußballproduktion fördert weibliche Bildung und Universitätsbesuche.
- • Fabriken investieren in Solarenergie aufgrund EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien.
- • Pakistan qualifizierte sich nie für eine WM, stellt aber den WM-Ball her.
Sialkot: Weltzentrum der Fußballproduktion
Die pakistanische Stadt Sialkot ist die Hochburg der Fußballproduktion: 70 Prozent aller handgenähten Fußbälle weltweit werden hier gefertigt – darunter auch jeder offizielle WM-Ball. Die Produktion reicht bis in die Kolonialzeit zurück und erlebte einen Boom, als Adidas begriffene Ballsegmente zum Nähen nach Pakistan schickte. Allein in der Fabrik Vision Technologies rollen täglich 14.000 Bälle vom Band.
Chancen für Frauen zwischen Einkommen und Energiekrise
Frauen wie Warsha Murad profitieren von der Branche. Die 29-Jährige konnte ihren Lohn durch Leistungssteigerung von 28 auf 155 Euro im Monat erhöhen und unterstützt damit ihre Familie. Allerdings leiden die Arbeiterinnen unter der Energiekrise; häufige Stromausfälle erschweren den Alltag. Die Fabriken setzen daher zunehmend auf Solarenergie, um EU-Nachhaltigkeitsstandards zu erfüllen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Studentinnen an Universitäten in Sialkot – eine direkte Folge der gestiegenen Bildungschancen.
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