Pakistan-Kaschmir: Blutige Proteste vor der Wahl
Wichtige Fakten
- • Seit 27. Juli Dutzende Tote bei Protesten in PAK
- • Klinik behandelte 50-60 kritisch Verletzte
- • Ausgangssperre: Internet und Straßen blockiert
- • PCR: Regierung nennt JAAC bewaffnete Terrorgruppe
- • Tote sind meist zwischen 15 und 35 Jahre alt
Hintergrund und Opfer
Bei anhaltenden Protesten in Pakistan-administered Kashmir (PAK) sind seit Ende Juli Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Laut einem Arzt in Rawalakot wurden in seiner provisorischen Klinik bereits 50 bis 60 kritisch Verletzte behandelt, darunter viele mit Schusswunden. Die meisten Opfer seien junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren.
Forderungen und Vorwürfe
Die Protestgruppe Joint Awami Action Committee (JAAC) fordert erschwingliche Lebensmittel, Strom und Grundrechte. Die Regierung hingegen bezeichnet die Gruppe als bewaffnete, ausländisch finanzierte Terroristen, die die anstehenden Wahlen stören wollen. Während Protestierende von friedlichem Widerstand und ungerechtfertigter Gewalt sprechen, verweisen die Behörden auf Angriffe auf Sicherheitskräfte.
Situation vor Ort
Die BBC berichtet aus Rawalakot von Nahrungsmittelknappheit, blockierten Straßen und Internetausfällen. Viele Bewohner fürchten sich, Krankenhäuser aufzusuchen, da sie mit Verhaftung rechnen. Ein Vater eines getöteten Protestierenden, ein ehemaliger Soldat, bezeichnet die Lage als beispiellose Ungerechtigkeit. Auch Aussagen über Undercover-Agenten und gestohlene Waffen bleiben bislang unbewiesen.
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