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International 03.08.2026, 03:43 Aktualisiert: 03.08.2026, 12:01

Handelsroute durch Hormus-Straße: Iran verhandelt mit Oman, nicht mit USA

Iran verhandelt mit Oman über temporäre Route durch die Straße von Hormus.

Wichtige Fakten

  • Iran verhandelt mit Oman über temporäre Route durch die Straße von Hormus.
  • Trump sagt Angriffe auf Iran ab und kündigt neue Gespräche an, Iran dementiert.
  • Ölpreis fällt: Brent bei 83,50 Dollar, US-Öl bei 79,47 Dollar pro Barrel.
  • Pakistan bietet weiterhin Vermittlung zwischen USA und Iran an.
  • Trump droht mit Blockade, bis Iran Deal oder Kapitulation akzeptiert.

Trumps Gesprächsankündigung und Irans Dementi

US-Präsident Donald Trump hat neue Gespräche mit Iran angekündigt, die bereits am Montag starten sollten. An Bord der Präsidentenmaschine sagte er, Iran und einige Golfstaaten hätten ihn gedrängt, geplante Angriffe abzusagen. Die Gespräche seien Teil einer „Verhandlung”, und er zeigte sich zuversichtlich, dass ein Abkommen über die Hormus-Straße möglich sei. Teheran dementierte umgehend: Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei erklärte, man führe keine Gespräche mit den USA und plane auch keine. Die Nachrichtenagentur Mehr zitiert Armeevertreter, die Trumps Aussage als „neue Lüge” bezeichneten.

Verhandlungen zwischen Iran und Oman

Iran führt derzeit mit Oman Gespräche über eine temporäre Route durch die Straße von Hormus. Baghaei kündigte an, eine Art „Korridor” einzurichten, der eine Rundstrecke bietet und zunächst genutzt werden soll, bis eine Entscheidung über eine feste Route getroffen sei. Diese Route soll die kommerzielle Schifffahrt ermöglichen. Iran beharrt auf seiner Souveränität über die Meerenge und strebt offenbar eine gemeinsame omanisch-iranische Gesellschaft für Hafendienste an. Das Abkommen mit Oman sei jedoch kein Ersatz für eine Lösung mit den USA, betonte Baghaei.

Reaktion Trumps und Rolle Pakistans

Trump reagierte verärgert auf Irans Dementi und schrieb auf Truth Social, man sei „unfassbar doppelzüngig”; er drohte damit, die Blockade jederzeit wieder zu verschärfen: „Nichts kommt nach Iran durch, es sei denn, wir wollen es.” Ein hochrangiger pakistanischer Offizieller erklärte gegenüber dem Guardian, dass Pakistan weiterhin bereit sei, zu vermitteln und bereits direkte Kontakte zwischen beiden Seiten unterhalte. Dies bestätigte, dass die Annäherung noch nicht ganz abgebrochen ist, obwohl es derzeit keine konkreten Gesprächstermine gibt.

Ölpreise und maritime Entwicklungen

Trumps Ankündigung einer Aussetzung von Streiks ließ die Ölpreise international sinken: Brent-Rohöl notierte bei circa 83,50 Dollar pro Barrel, das US-Öl fiel auf etwa 79,47 Dollar. Viele Tanker umfahren derweil den Suezkanal und Riskieren lange Wege um das Kap der Guten Hoffnung. Unter anderem sind zwei saudische Supertanker im Golf von Aden auf der Route nach Süden umgebogen, da die jemenitischen Huthi neue Angriffe angedroht haben. Die hohe Unsicherheit über die Meerenge bleibt damit bestehen – gleichzeitig zeigte die Iran-kritische Richter- und Kleriker-Versammlung der „Experten” sich weiter skeptisch bzgl. der USA.

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