Pflegerat und DAK kritisieren Warkens Pflegereform-Pläne scharf
Wichtige Fakten
- • Pflegerat kritisiert Verschiebung von Entlastungen im Heim von 12 auf 18 Monate.
- • DAK-Chef Storm warnt, Pflegeheim könne zur Armutsfalle werden.
- • Warken will Mitte Mai Gesetzentwurf zur Pflegereform vorlegen.
- • Pflegeversicherung fehlen im kommenden Jahr sechs Milliarden Euro.
- • Heimbewohner zahlen durchschnittlich 3.200 Euro Eigenanteil monatlich.
Pflegerat: Reform wiederholt bekannte Fehler
Der Deutsche Pflegerat hat die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Pflegereform scharf kritisiert. Ratspräsidentin Christine Vogler bemängelte, die geplante Verschiebung der Entlastungen im Heim von 12 auf 18 Monate sei eine reale Mehrbelastung für Betroffene. Strukturelle Probleme wie die Übernahme von Investitionen oder versicherungsfremde Leistungen würden nicht angegangen.
DAK: Pflegeheim wird zur Armutsfalle
Auch der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, warnte vor drastischen Folgen: Die Sozialhilfequote in der stationären Pflege könnte bis 2029 über 40 Prozent steigen. Dadurch werde das Pflegeheim für immer mehr Menschen zur Armutsfalle. Bereits heute zahlen Heimbewohner durchschnittlich 3.200 Euro Eigenanteil monatlich. Warken verteidigte ihre Pläne mit einem Milliardenloch der Pflegeversicherung und versprach, Pflegebedürftige nicht allein zu lassen.
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