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Politik 28.01.2026, 09:45 Aktualisiert: 28.01.2026, 23:14

Pistorius fordert stärkere Verteidigungsvorbereitungen der deutschen Wirtschaft

Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert deutsche Unternehmen eindringlich auf, sich auf Bedrohungen durch Russland vorzubereiten.

Wichtige Fakten

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert deutsche Unternehmen eindringlich auf, sich auf Bedrohungen durch Russland vorzubereiten.
  • Er skizzierte ein Szenario, bei dem an einem normalen Tag cyber- und Sabotageangriffe Chaos verursachen würden.
  • Pistorius betont die Notwendigkeit einer verbesserten Resilienz der Wirtschaft gegen solche Bedrohungen.
  • Der kürzlich wieder eingeführte Wehrdienst könnte den Fachkräftemangel weiter verschärfen, hat jedoch auch positive Effekte auf die Disziplin und Ausbildung junger Menschen.
  • Die Militärausgaben Deutschlands und das 'Sondervermögen' werden weiterhin kritisch hinsichtlich der langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen betrachtet.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat erneut an die deutsche Wirtschaft appelliert, sich verstärkt auf hybride Bedrohungsszenarien vorzubereiten, die vor allem von Russland ausgehen könnten. Während einer Rede auf einer Konferenz der Industrie- und Handelskammer betonte er, dass Unternehmen nicht nur 'verteidigungsrelevant', sondern auch 'verteidigungsverantwortlich' seien. Er beschrieb ein beunruhigendes Szenario, in dem ein Tag in Deutschland scheinbar normal verläuft, jedoch im Hintergrund ein koordinierter Angriff auf kritische Infrastrukturen stattfindet. Krankenhäuser könnten ohne Strom bleiben, Bahninfrastrukturen lahmgelegt werden und IT-Server ausfallen. Pistorius betonte, dass derartige moderne Kriege nicht nur mit konventionellen Waffen, sondern auch über das Internet geführt werden könnten, was eine verstärkte Vorbereitung und Investition seitens der Unternehmen erfordert. Der wieder eingeführte Wehrdienst wurde zwar aus Bildungsmangel kritisiert, bietet jedoch auch die Chance, junge Menschen in Disziplin und Technologieberufen auszubilden. Trotz der erhöhten Militärausgaben bleibt die Debatte über die langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen bestehen.

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