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International 08.03.2026, 03:30 Aktualisiert: 08.03.2026, 06:02

Polens PiS nominiert Przemysław Czarnek als Spitzenkandidaten für 2027

Przemysław Czarnek war unter PiS Bildungs- und Wissenschaftsminister.

Wichtige Fakten

  • Przemysław Czarnek war unter PiS Bildungs- und Wissenschaftsminister.
  • Czarnek kritisiert EU-Klimagesetze und verteidigt Polens Kohleenergie.
  • Die Nominierung zielt auf Wähler der rechten Konfederacja-Partei ab.
  • Parlamentswahlen in Polen sind für Herbst 2027 geplant.

Spitzenkandidat für die Parlamentswahl 2027

Die polnische PiS-Partei hat auf ihrem Parteitag in Krakau Przemysław Czarnek als Spitzenkandidaten für das Amt des Premierministers vorgestellt. Czarnek, der unter der vorherigen PiS-Regierung als Bildungs- und Wissenschaftsminister amtierte, war in seiner Amtszeit in mehrere Kontroversen verwickelt, etwa bezüglich politischer Einflussnahme auf Schulen und staatlicher Zuschüsse für PiS-nahe Organisationen.

Inhalte der Wahlkampfrede

In seiner Rede kritisierte Czarnek die EU-Klimagesetze und verteidigte Polens Kohleenergie mit den Worten: "Wir haben unsere Kohle". Er machte die Regierung von Donald Tusk für hohe Benzinpreise verantwortlich und nutzte ein Anti-Deutschland-Narrativ, betonte aber auch die wirtschaftliche Partnerschaft. Zudem äußerte er sich frauenfeindlich und homophob und unterstützte Verschwörungserzählungen über deutsche Steuerung der Tusk-Regierung.

Strategische Ausrichtung

Beobachter vermuten, dass die PiS mit dieser Nominierung Wähler der rechten bis rechtsextremen Konfederacja-Partei ansprechen möchte. Die Parlamentswahlen in Polen werden voraussichtlich im Herbst 2027 stattfinden, und Czarneks Auftritt signalisiert einen Wahlkampf mit nationalistischen und EU-skeptischen Themen.

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