Polens PiS nominiert Przemysław Czarnek als Spitzenkandidaten für 2027
Wichtige Fakten
- • Przemysław Czarnek war unter PiS Bildungs- und Wissenschaftsminister.
- • Czarnek kritisiert EU-Klimagesetze und verteidigt Polens Kohleenergie.
- • Die Nominierung zielt auf Wähler der rechten Konfederacja-Partei ab.
- • Parlamentswahlen in Polen sind für Herbst 2027 geplant.
Spitzenkandidat für die Parlamentswahl 2027
Die polnische PiS-Partei hat auf ihrem Parteitag in Krakau Przemysław Czarnek als Spitzenkandidaten für das Amt des Premierministers vorgestellt. Czarnek, der unter der vorherigen PiS-Regierung als Bildungs- und Wissenschaftsminister amtierte, war in seiner Amtszeit in mehrere Kontroversen verwickelt, etwa bezüglich politischer Einflussnahme auf Schulen und staatlicher Zuschüsse für PiS-nahe Organisationen.
Inhalte der Wahlkampfrede
In seiner Rede kritisierte Czarnek die EU-Klimagesetze und verteidigte Polens Kohleenergie mit den Worten: "Wir haben unsere Kohle". Er machte die Regierung von Donald Tusk für hohe Benzinpreise verantwortlich und nutzte ein Anti-Deutschland-Narrativ, betonte aber auch die wirtschaftliche Partnerschaft. Zudem äußerte er sich frauenfeindlich und homophob und unterstützte Verschwörungserzählungen über deutsche Steuerung der Tusk-Regierung.
Strategische Ausrichtung
Beobachter vermuten, dass die PiS mit dieser Nominierung Wähler der rechten bis rechtsextremen Konfederacja-Partei ansprechen möchte. Die Parlamentswahlen in Polen werden voraussichtlich im Herbst 2027 stattfinden, und Czarneks Auftritt signalisiert einen Wahlkampf mit nationalistischen und EU-skeptischen Themen.
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