Post-Brexit-Chaos in Schweden: Brite droht Abschiebung
Wichtige Fakten
- • Brite seit 2022 mit Abschiebung bedroht.
- • Frau appelliert an den britischen Premier.
- • Schweden lehnt 27,5 % der Aufenthaltsanträge ab.
- • Auch Ältere und Kranke sind betroffen.
- • EU-Kommission sieht hohe Ablehnungsquote.
Fall eines britischen Staatsbürgers
Ein britischer Mann, der seit 2017 mit seiner schwedischen Frau in Schweden lebt, wurde am Dienstag von der Polizei in Stockholm festgenommen und soll innerhalb von zwei Wochen abgeschoben werden. Dies teilte seine Frau Lily mit, die um Anonymität bat. Das Paar hat seit der Ablehnung seines Antrags auf Aufenthalt im Jahr 2022 mehrere Berufungsverfahren angestrengt, die jedoch erfolglos blieben.
Berufung an die britische Regierung
Lily fordert den britischen Premierminister Andy Burnham auf, zu intervenieren und mit der schwedischen Regierung zu sprechen. Sie kritisiert, dass ihr Ehemann trotz laufender Gerichtsverfahren abgeschoben werden soll, und fragt, wie viele Familien noch leiden müssten. Sie droht mit wirtschaftlichen Konsequenzen, sollten die Handelsbeziehungen nicht als Druckmittel genutzt werden.
Systematische Probleme nach dem Brexit
Der Fall ist Teil einer Reihe von Abschiebungen britischer Bürger aus Schweden, die Kritik ausgelöst haben. So drohten einer 78-jährigen Witwe und einem 74-jährigen Mann mit einer Demenzerkrankung ebenfalls die Abschiebung. Die Migrationsbehörde Schwedens wird wegen einer hohen Ablehnungsquote kritisiert; diese ist dreimal höher als in anderen EU-Staaten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.