Radikale Siedler legen Feuer an Moscheen im Westjordanland
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Wichtige Fakten
- • Siedler setzten zwei Moscheen sowie Autos und Felder in Brand.
- • Vier Palästinenser und zwei Israelis starben am Freitag bei Kämpfen.
- • UN meldet 1.114 palästinensische Tote im Westjordanland seit Kriegsbeginn.
Angriffe auf palästinensische Dörfer
Palästinensischen Angaben zufolge haben israelische Siedler im besetzten Westjordanland zwei Moscheen, Autos und landwirtschaftliche Flächen in Brand gesteckt. Die Übergriffe in den Dörfern Qusra und Kour ereigneten sich zwei Tage nach einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Palästinensern nahe Tal, bei der vier Palästinenser und zwei Israelis ums Leben kamen. Der Bürgermeister von Qusra berichtete, dass eine noch im Bau befindliche Moschee zerstört und das Wort „Rache“ an die Wände gesprüht wurde.
Zunehmende Gewalt im Westjordanland
Die israelische Armee entsandte Soldaten in die betroffenen Dörfer und kündigte Ermittlungen an. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte mit „massiven Maßnahmen“, darunter mögliche Hausabrisse der mutmaßlichen Täter palästinensischer Angriffe. Die UN verzeichnet seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober 2023 mindestens 1.114 getötete Palästinenser im Westjordanland, davon mindestens 35 durch Siedler. Zudem wurden 41 Israelis getötet. Siedlergewalt gegen Palästinenser hat deutlich zugenommen, was internationale Kritik hervorruft, aber kaum eingedämmt wird.
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