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Politik 23.07.2026, 14:33

Provokation am Tempelberg: Ben-Gvir führt Juden zum Gebet an heiliger Stätte

Ben-Gvir führte Tausende Juden zum Tempelberg.

Wichtige Fakten

  • Ben-Gvir führte Tausende Juden zum Tempelberg.
  • Gruppe betete und hisste Flagge, verletzt das Status-quo-Abkommen.
  • Status quo verbietet nicht-muslimische Gebete an der Stätte.
  • Palästinenser bezeichnen Aktion als Provokation mit Kriegsrisiko.
  • Polizei verhaftete 16 jüdische Verdächtige nach Angriffen auf Muslime.

Israels rechtsextremer Minister Itamar Ben-Gvir marschierte mit Tausenden jüdischen Extremisten auf den Jerusalemer Tempelberg, wo sie beteten, die Flagge hissten und hymnisch die nationale Identität zelebrierten. Die demonstrative Machtdemonstration verletzte das seit Jahrzehnten geltende Status-quo-Abkommen, das nicht-muslimische Gebete an dieser Stätte verbietet.

Das palästinensische Religionsministerium warnte, die Provokation könne einen religiösen Krieg auslösen. Sogar die israelische Anti-Besatzungsbewegung Peace Now kritisierte den Vorfall als gefährlich. Jordanien als offizieller Verwalter verurteilte den Vorfall streng und rief die internationale Gemeinschaft zum Einschreiten auf.

Mindestens 3.228 Juden drangen bis zum Sonntagmorgen auf das Gelände ein, weitere Tausende wurden erwartet. In der Vorangegangenen Nacht kam es zu gewalttcätigen Angriffen von Juden auf palästinensische Zivilisten sowie zu einem Friedhofsfrevel. Die Polizei nahm daraufhin 16 jüdische Verdächtige fest.

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