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International 16.01.2026, 05:00 Aktualisiert: 16.01.2026, 12:13

Rechte Europas stellen sich hinter Orbán: Ungarns Wahl als Symboltest

In einem diese Woche veröffentlichten Wahlkampfvideo von Viktor Orbán kommen Unterstützungsbotschaften von fast einem Dutzend rechter Politikerinnen und Politiker vor, darunter Giorgia Meloni, Matteo Salvini, Marine Le Pen und Alice Weidel.

Wichtige Fakten

  • In einem diese Woche veröffentlichten Wahlkampfvideo von Viktor Orbán kommen Unterstützungsbotschaften von fast einem Dutzend rechter Politikerinnen und Politiker vor, darunter Giorgia Meloni, Matteo Salvini, Marine Le Pen und Alice Weidel.
  • Ungarn wählt am 12. April; laut Umfragen liegt Orbáns Fidesz hinter der oppositionellen Tisza-Partei des Herausforderers Péter Magyar.
  • Orbáns Regierung stand zuletzt u.a. wegen des Versuchs, Pride-Veranstaltungen zu verbieten, sowie wegen Maßnahmen gegen unabhängige Medien und NGOs in der Kritik.
  • Fidesz betont im Wahlkampf Orbáns internationale Vernetzung als Vorteil; Magyar setzt stärker auf Innenpolitik und verspricht Korruptionsbekämpfung sowie das Freischalten eingefrorener EU-Gelder.
  • Im Video wird auch der Ukraine-Krieg angesprochen; Orbán gilt als EU-Politiker mit der größten Nähe zu Wladimir Putin und blockierte wiederholt gemeinsame EU-Linien zur Unterstützung der Ukraine.
Kurz vor der ungarischen Parlamentswahl am 12. April wirbt Ministerpräsident Viktor Orbán mit einem online veröffentlichten Kampagnenvideo, in dem ihn rechte Politikerinnen und Politiker aus mehreren Ländern unterstützen – darunter Italiens Giorgia Meloni und Matteo Salvini, Frankreichs Marine Le Pen sowie AfD-Co-Chefin Alice Weidel. Das Video unterstreicht die symbolische Bedeutung der Wahl für internationale Rechtsaußen-Strömungen. Orbáns Regierung steht seit Jahren wegen Vorwürfen der Schwächung demokratischer Institutionen, Eingriffen in Medienfreiheit und Rechtsstaat sowie jüngst wegen Versuchen, Pride-Veranstaltungen zu untersagen, in der Kritik. Zugleich sieht sich Orbán mit einer ungewöhnlich starken Herausforderung durch den früheren Fidesz-Insider Péter Magyar konfrontiert; Umfragen deuten auf Rückstand gegen dessen Tisza-Partei hin. Während Fidesz Orbáns internationale Kontakte betont, setzt Magyar auf Korruptionsbekämpfung und die Freigabe eingefrorener EU-Mittel. Auch Orbáns Ukraine-Kurs wird im Video positiv gerahmt.

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