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Gesellschaft 01.05.2026, 06:15 Aktualisiert: 01.05.2026, 18:06

Rekordzahl an Todesfällen in Gewahrsam in New South Wales im Jahr 2025

2025 gab es 66 Todesfälle in Gewahrsam/Polizeieinsätzen in NSW, 18 mehr als 2024.

Wichtige Fakten

  • 2025 gab es 66 Todesfälle in Gewahrsam/Polizeieinsätzen in NSW, 18 mehr als 2024.
  • 39 Todesfälle in Gewahrsam, davon 12 Indigene – ein Rekord.
  • 9 Suizide, meist durch Erhängen, trotz 16 Mio. $ Investitionen für Sicherheit.
  • 27 Todesfälle bei Polizeieinsätzen, vermehrt durch Verfolgungsfahrten.
  • Zahl der Untersuchungshäftlinge auf Rekordhoch, Indigene um 63% gestiegen.

Hintergrund

Ein Bericht des Coroner-Gerichts von New South Wales (NSW) verzeichnet für 2025 eine Rekordzahl von 66 Todesfällen in Gewahrsam oder im Zusammenhang mit Polizeieinsätzen – 18 mehr als im Vorjahr. Die Gerichtsmedizinerin Teresa O'Sullivan stellte fest, dass 39 Todesfälle in Haft stattfanden, davon 12 Indigene – ebenfalls ein Rekord. 22% der Todesfälle in Gewahrsam waren Suizide, fast alle durch Erhängen.

Maßnahmen und Missstände

Trotz Investitionen von 16 Millionen Dollar zur Entfernung von Aufhängevorrichtungen blieben Suizide hoch. Auch die Zahl der Menschen in Untersuchungshaft erreichte einen Rekordwert, mit einem Anstieg von 63% bei indigenen Personen. Von den 27 Todesfällen bei Polizeieinsätzen ereigneten sich ein Drittel bei Verfolgungsfahrten, was einen zunehmenden Trend darstellt.

Reaktionen

Die Coronerin bezeichnete die Zahl der indigenen Todesfälle als „zutiefst besorgniserregend“ und betonte die anhaltende Trauer von Familien und Gemeinschaften. Fünf Todesfälle in Gewahrsam waren ungeklärter Ursache, was zu zusätzlichen toxikologischen Tests führte.

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