Rückkehr syrischer Flüchtlinge: Zwischen Hoffnung und Herausforderungen
Wichtige Fakten
- • Nur 3.700 von 900.000 Syrern in Deutschland nutzten Rückkehrprogramme bis Ende 2025.
- • UN zählten bis August 2025 rund 850.000 Rückkehrer, davon 400.000 aus der Türkei.
- • Wiederaufbaukosten in Syrien werden auf 185 Milliarden Euro geschätzt.
- • Unternehmer klagen über Stromausfälle, Bürokratie und Fachkräftemangel.
Rückkehrpolitik und Realität
Die Bundesregierung hält am Ziel der Rückkehr syrischer Kriegsflüchtlinge fest, doch aus Deutschland sind bislang nur wenige zurückgekehrt. Bis Ende 2025 nutzten nur 3.700 der über 900.000 Syrer in Deutschland die Rückkehrprogramme der Regierung. Im Gegensatz dazu kehrten aus direkten Nachbarländern wie der Türkei deutlich mehr Menschen zurück – die UN zählten bis August 2025 insgesamt 850.000 Rückkehrer, davon rund 400.000 allein aus der Türkei.
Herausforderungen für Rückkehrer und Unternehmer
Die Bedingungen in Syrien bleiben schwierig: Rückkehrer wie Aisha Zain Jbeili, die eine Seifenmanufaktur in Aleppo führt, klagen über ständige Stromausfälle, Bürokratie, Korruption und einen Mangel an Facharbeitern. Die Infrastruktur ist durch Bombardierungen massiv beschädigt, und der schwankende Devisenkurs sowie geringe Kaufkraft erschweren Investitionen. Trotzdem sehen einige, wie Wirtschaftswissenschaftler Ali Ahmed, Chancen durch die Aufhebung von Sanktionen und den anlaufenden Wiederaufbau.
Wiederaufbau und internationale Unterstützung
Die Weltbank schätzt die Kosten für den Wiederaufbau in Syrien auf 185 Milliarden Euro. Länder wie die USA, Türkei und Golfstaaten wollen sich engagieren, doch der neue Nahostkrieg könnte Investitionen und Finanzhilfen beeinträchtigen. Rückkehrer wie Zahira Tasabehj, die aus Kanada ein Boulder-Studio in Damaskus eröffnete, sind dennoch optimistisch und hoffen, dass mehr Rückkehrer zur Stabilisierung des Landes beitragen.
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