Russland bewältigt Arbeitskräftemangel mit indischen Gastarbeitern
Wichtige Fakten
- • Russland fehlt Millionen Arbeitskräfte durch Krieg und Abwanderung.
- • 72.000 Inder erhielten 2025 Arbeitserlaubnisse, Tendenz steigend.
- • Niedrige Löhne und Diskriminierung sind häufige Probleme für Migranten.
- • Zentralasiatische Arbeitskräfte wandern aufgrund von Fremdenfeindlichkeit ab.
Arbeitskräftemangel in Russland
Russland steht vor einem massiven Arbeitskräftemangel, der durch den Krieg in der Ukraine, Auswanderung und niedrige Geburtenraten verschärft wird. Millionen Fachkräfte und geringer qualifizierte Arbeiter fehlen, was die Wirtschaft belastet. Traditionell stammten Gastarbeiter aus Zentralasien, doch Abwanderung aufgrund schärferer Einwanderungsgesetze und fremdenfeindlicher Rhetorik hat diese Quelle geschwächt.
Indien als neue Quelle
Indien ist zu einem wichtigen Reservoir für Arbeitskräfte geworden, mit über 72.000 Arbeitserlaubnissen im vergangenen Jahr – ein starker Anstieg gegenüber 5.000 vor dem Krieg. Präsidenten Modi und Putin fördern diese Migration, da Indien Arbeitslosigkeit bekämpft und Russland seine Wirtschaft stabilisieren muss. Indische Arbeiter gelten als fleißig und genügsam, akzeptieren niedrige Löhne und füllen Lücken in Branchen wie der Landwirtschaft.
Herausforderungen für Migranten
Trotz des wirtschaftlichen Nutzens berichten indische Gastarbeiter von Ausbeutung und Rassendiskriminierung. Laut Untersuchungen des indischen Außenministeriums klagen Studenten in Russland am meisten über solche Missstände. Dies steht im Kontrast zu historischen Beispielen, wo ausländische Fachkräfte wie griechische Architekten geschätzt wurden, und unterstreicht aktuelle soziale Spannungen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.