Sabotage an Stromnetz: Fahndung nach mutmaßlichem Klimaextremisten
Wichtige Fakten
- • Polizei fahndet nach 48-jährigem Mann aus Gevelsberg.
- • Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken in Sachsen entdeckt.
- • Verdächtiger bekennt sich zu Sabotage in Brandenburg und NRW.
- • Bundesinnenminister Dobrindt spricht von Klimaextremismus.
- • Netzbetreiber fordern mehr Schutz kritischer Infrastruktur.
Sabotageakte auf Stromnetz weiten sich aus
Nach versuchten Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sind nun auch in Sachsen Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken gefunden worden. Die Polizei Köln bestätigte, dass die Fahndung nach einem 48-jährigen Mann aus Gevelsberg andauert. Er hatte in Schreiben die Verantwortung für die Taten übernommen und dabei Details genannt, die nur der Täter wissen kann. Auch in Sachsen ging ein Bekennerschreiben ein, das zu den neuen Funden führte.
Mutmaßliches Motiv: Kampf gegen fossile Brennstoffe
In seinen Schreiben nennt der Verdächtige den "Kampf gegen fossile Brennstoffe" als Grund. Die betroffenen Kraftwerke liegen allesamt in Braunkohleregionen. Die Ermittler prüfen sowohl ein linksextremistisches als auch ein fremdstaatlich gelenktes Motiv. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von "Klimaextremismus" und warnte vor weiteren Anschlägen.
Netzbetreiber fordern besseren Schutz
Christoph Müller, Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, fordert angesichts der Vorfälle weitreichende Gesetzesänderungen. Er kritisiert, dass die Wirtschaft viele sensible Daten zu Strom- und Gasnetzen öffentlich machen müsse. Zudem sollten Überwachungsmöglichkeiten mit Drohnen und Video erweitert werden.
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