Teilen:
Inland 11.08.2026, 04:59 Aktualisiert: 11.08.2026, 08:00

Sammelklage gegen Meta: 50 Millionen deutsche Nutzer betroffen

Sammelklage gegen Meta wegen illegaler Überwachung von bis zu 50 Mio. Deutschen.

Wichtige Fakten

  • Sammelklage gegen Meta wegen illegaler Überwachung von bis zu 50 Mio. Deutschen.
  • 400.000 Deutsche haben sich der Klage des österreichischen VSV angeschlossen.
  • Mehrere Oberlandesgerichte bestätigten Rechtsverstoß, Schadensersatz bis 5.000 Euro.
  • Meta nutzt Business-Tools, um Surfverhalten ohne Einwilligung zu tracken.
  • Verfahren vor OLG Hamburg wird wohl erst durch BGH 2026/27 entschieden.

Kern der Vorwürfe

Meta steht im Zentrum einer Sammelklage: Der Konzern soll Nutzer auch auf fremden Websites über Business-Tools überwachen, um Werbung zu personalisieren. Bis zu 50 Millionen deutsche Nutzer sind betroffen, ohne dass eine ausdrückliche Einwilligung vorliegt. Das ARD-Magazin Plusminus berichtet über Fälle, in denen Nutzer nach Produktsuchen mit passender Werbung konfrontiert wurden.

Sammelklage und juristischer Stand

Die Klage des österreichischen Verbraucherschutzvereins wird vor dem OLG Hamburg verhandelt. Unterstützt vom Prozessfinanzierer Padronus haben sich bereits 400.000 Deutsche angeschlossen. Rechtsanwalt Max Baumeister verweist auf mehrere OLG-Urteile, die Schadensersatz von bis zu 5.000 Euro zusprachen. Die Rechtsgrundlage liefert die EU-Datenschutzgrundverordnung, die eine ausdrückliche Einwilligung verlangt.

Meta weist Vorwürfe zurück

Meta argumentiert, die Geschäftspartner entscheiden selbst über die Nutzung der Tools, man halte sich an das Gesetz. Jedoch gilt die EU-Strafe von 1,2 Milliarden Euro aus 2023 als kaum wirksam. Beobachter kritisieren, dass Irland als Sitzstaat kaum Vollstreckungen vorantreibt, da US-Tech-Konzerne enorm zur Steuerbasis beitragen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.