Schweres Versagen: Simon Levy wegen Doppelmordes verurteilt
Wichtige Fakten
- • Doppelmörder Simon Levy zu lebenslanger Haft verurteilt.
- • Levy war trotz Bewährung als Sexualstraftäter auf freiem Fuß.
- • Behörden räumen schwere Fehler bei der Überwachung ein.
- • Zwei Met-Polizisten unter Verdacht wegen riskanter Einstufung.
- • Systemversagen führte laut Ermittlern zu vermeidbaren Morden.
Urteil und Taten
Simon Levy hat am Freitag am Old Bailey in London für schuldig befunden, zwei Frauen ermordet und eine dritte vergewaltigt zu haben. Der 40-Jährige tötete Carmenza Valencia-Trujillo im März 2025 und Sheryl Wilkins im August 2025, nachdem er zuvor im Januar 2025 eine weitere Frau in einem Parkhaus in Tottenham brutal vergewaltigt hatte. Die Taten ereigneten sich, während Levy auf freiem Fuß war – trotz seiner Vorgeschichte als verurteilter Sexualstraftäter.
Behördenversagen
Innenbehörden, Staatsanwaltschaft und Polizei räumten ein, dass schwerwiegende Fehler gemacht wurden. So wurde Levy nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von der Metropolitan Police als mittleres statt hohes Risiko eingestuft. Ermittlungen wegen sexueller Übergriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln verzögerten sich, und Bewährungsanträge scheiterten dreimal, weil die Behörden entscheidende Informationen vorenthielten. Die Polizei gab zu, dass das Leben von Sheryl Wilkins hätte gerettet werden können, wenn es nicht zu diesen Ketten von Fehlern gekommen wäre.
Reaktionen
Die Ermittler bezeichnen die Vorfälle als „kollektives Systemversagen“ und „Tragödie ohnegleichen“. Zwei britische Polizisten stehen nun im Fokus der unabhängigen Aufsichtsbehörde. Die zuständige Staatsanwaltschaft entschuldigte sich für Schwächen bei den Haftanträgen. Opferschutzorganisationen fordern eine unabhängige Untersuchung. Der Fall hat erneut Debatten über den Umgang mit Gewalt gegen Frauen und die Aufsicht über Sexualstraftäter in Großbritannien ausgelöst.
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