Sechs Leichen in Güterwaggon in Texas entdeckt
Wichtige Fakten
- • Sechs Menschen tot in Güterwaggon in Laredo, Texas, entdeckt.
- • Entdeckung durch Union-Pacific-Mitarbeiter am Sonntagnachmittag.
- • Temperaturen lagen über 32°C; Todesursache unklar.
- • Alter und Migrationsstatus der Opfer unbekannt.
- • Ähnlicher Vorfall 2024 mit 20 geretteten Migranten.
Leichenfund in Laredo
In der Grenzstadt Laredo im US-Bundesstaat Texas wurden am Sonntag sechs Leichen in einem Güterwaggon entdeckt. Ein Mitarbeiter der Eisenbahngesellschaft Union Pacific fand die Toten bei einer Inspektion des abgestellten Zuges am Nachmittag. Die örtlichen Temperaturen hatten zu diesem Zeitpunkt 32 Grad Celsius überschritten. Eine Sprecherin der Polizei Laredo bestätigte, dass niemand lebend in dem geschlossenen Waggon angetroffen wurde. Die Ermittlungen zur Todesursache stehen noch am Anfang; Alter und Herkunft der Opfer sind bislang unbekannt. Der Sprecher Jose Espinoza bezeichnete den Vorfall als sehr tragisch.
Die Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP zeigte sich über den Vorfall informiert, verwies jedoch auf die Ermittlungen der Polizei und der Texas Rangers. Bereits im Jahr 2024 waren 20 Migranten in Laredo aus einem abgeschlossenen Zugabteil gerettet worden, nachdem sie dehydriert waren. Laredo gilt als bedeutendster Umschlagplatz für internationalen Handel zwischen den USA und Mexiko, mit durchschnittlich zwölf Zügen pro Tag aus Mexiko.
Union Pacific, einer der größten Bahnbetreiber der USA, betonte, man arbeite eng mit den Behörden zusammen. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Grenzkontrollen unter der Trump-Administration. Obwohl die Regierung einen Rückgang der illegalen Einreisen behauptet, meldete die CBP zuletzt einen Anstieg der Aufgriffe. In der Vergangenheit gab es in der Region bereits schwere Unglücke mit Migranten; so starben 2022 53 Menschen in einem Lastwagenanhänger in Texas.
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