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Gesellschaft 05.02.2026, 16:01 Aktualisiert: 05.02.2026, 18:11

Sexualisierte Gewalt bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg

Eine Studie der Universitäten Marburg und Gießen deckt zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt bei der DPSG auf.

Wichtige Fakten

  • Eine Studie der Universitäten Marburg und Gießen deckt zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt bei der DPSG auf.
  • Jede fünfte befragte Person erlebte körperliche sexualisierte Gewalt.
  • Die Täter sind überwiegend männliche Leiter, die ihre Vertrauensposition ausnutzen.
  • Gewalt tritt besonders auf gemeinsamen Fahrten und Lagern auf.
  • Der Verband plant strukturelle Veränderungen und einfachere Meldewege für Betroffene.
Eine aktuelle Studie der Universitäten Marburg und Gießen offenbart zahlreiche Missbrauchsfälle innerhalb der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), dem größten deutschen Pfadfinderverband. Diese Untersuchung, die über zwei Jahre dauerte, identifizierte zahlreiche Fälle von sexualisierter und spiritueller Gewalt, die bis zur Gründung im Jahr 1929 zurückreichen. Von den knapp 400 befragten Pfadfindern berichtete jeder Fünfte von körperlicher sexualisierter Gewalt. Besonders gefährdet sind Pfadfinder auf gemeinsamen Fahrten und Lagern. Die Täter sind meist männliche Leiter, die ihre Machtposition missbrauchen. Übergriffe sollen häufiger gemeldet und die Strukturen zur Prävention verbessert werden. Die DPSG erkennt die Missstände an und plant umfassende Reformen, um ein sichereres Umfeld zu schaffen.

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