Rubio-Reise nach Rom: Tauwetter zwischen USA, Italien und Vatikan?
Wichtige Fakten
- • Rubio reist am 8. und 9. Mai nach Rom.
- • Treffen mit Vatikan-Staatssekretär Parolin und Italiens Außenminister Tajani.
- • Papst Leo, erster US-Papst, feiert einjähriges Amtsjubiläum.
- • Trump drohte Italien mit Truppenabzug nach Kritik an Iran-Krieg.
- • US-Verteidigungsministerium kündigte Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an.
Hintergrund des Besuchs
US-Außenminister Marco Rubio wird am Donnerstag und Freitag in Rom erwartet. Ziel ist es, die angespannten Beziehungen zur italienischen Regierung und zum Vatikan zu verbessern. Der Besuch fällt auf den Jahrestag des Amtsantritts von Papst Leo, dem ersten US-amerikanischen Papst.
Geplante Treffen
Rubio soll mit Vatikan-Staatssekretär Pietro Parolin sowie Italiens Vize-Ministerpräsident und Außenminister Antonio Tajani zusammentreffen. Ein Treffen mit Verteidigungsminister Guido Crosetto ist ebenfalls im Gespräch. Ob Rubio auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni trifft, ist noch offen.
Spannungen zwischen USA und Verbündeten
Die Reise folgt auf scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump an Meloni und dem Papst, nachdem diese den US-Israelischen Krieg gegen Iran verurteilt hatten. Trump drohte daraufhin mit einem Abzug von US-Truppen aus Italien und Spanien. Zuvor hatte bereits das Pentagon den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt – ein Schritt, der ebenfalls mit Differenzen über den Iran-Krieg begründet wurde.
Aufgabe: Nicht unmöglich, aber kompliziert
Die italienische Zeitung Corriere della Sera beschreibt Rubios Mission als „nicht unmöglich, aber kompliziert. Die Beziehungen zwischen Washington und Rom sind auf einem Tiefpunkt, seit Italien die Nutzung eines sizilianischen Luftwaffenstützpunkts für US-Waffentransporte verweigerte. Der Vatikan zeigte sich zurückhaltend; Papst Leo erklärte, er fürchte die US-Regierung nicht.
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