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Bildung 24.05.2026, 06:20 Aktualisiert: 24.05.2026, 10:00

Spaniens Wohnungsnot: Mieten verdoppelt, Proteste und Mietpreisbremse

Mieten in Spanien haben sich in zehn Jahren fast verdoppelt.

Wichtige Fakten

  • Mieten in Spanien haben sich in zehn Jahren fast verdoppelt.
  • In Madrid kostet eine 50m²-Wohnung bis zu 80% des Einkommens.
  • In Barcelona sanken Mieten durch Preisbremse um 5-8%.
  • Knappes Angebot: Gewerberäume werden illegal als Wohnungen genutzt.
  • Mieterverband fordert landesweite Halbierung der Mieten.

Wohnungskrise in Spanien: Mieten explodieren

In Spanien ist bezahlbarer Wohnraum in Großstädten wie Madrid und Barcelona sowie in Mittelstädten wie Getafe extrem knapp. Die Mieten haben sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Ursache sind nicht nur Ferienvermietungen, sondern auch Spekulation mit Wohnungen. Private Investoren kaufen Sozialwohnungen auf und erhöhen die Mieten massiv. In Madrid und vielen Städten rufen Mieterverbände zu Protesten auf.

Partieller Mietstreik als Widerstand

Betroffene wie Ramón Bultó aus Getafe wehren sich mit partiellem Mietstreik: Sie zahlen alte Mieten weiter, bleiben aber in den Wohnungen. Unterstützt werden sie von Mieterverbänden wie dem Sindicato de Inquilinas, der landesweite Mietpreise halbieren will. Rund 400.000 Wohnungen in spanischen Großstädten stehen leer.

Mietpreisbremse in Barcelona zeigt Erfolge, aber auch Nebenwirkungen

Die linke Regierung setzt auf einen Sieben-Milliarden-Plan aus Neubau, Aufkauf und Anreizen. Barcelona führte als einzige Großstadt eine Mietpreisbremse ein, die die Mieten um fünf bis acht Prozent senkte. Allerdings verknappt das Angebot an Dauerwohnungen weiter; viele Wohnungen weichen in ertragreichere Kurzzeitvermietungen aus. Gewerberäume werden illegal in Wohnungen umgewidmet.

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