Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Sicherheitslücken aufgedeckt
Wichtige Fakten
- • Am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt.
- • Die Bundespolizei hat nicht an allen großen Flughäfen Drohnenabwehrtechnik.
- • Politische Forderungen nach zentraler Zuständigkeit für Drohnenabwehr werden laut.
- • Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.
- • Experten vermuten russische Täterschaft, Belege fehlen bisher.
Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle
Am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt, was eine Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen auslöste. Ein Mitarbeiter fand das Gerät im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs. Die Bundespolizei entschärfte den Sprengsatz. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
Sicherheitslücken und Zuständigkeiten
Die Bundespolizei hat nicht an allen großen Flughäfen stationäre Drohnenabwehrtechnik installiert. Die Technik befindet sich in der Beschaffung, mobile Einheiten können angefordert werden. Zuständigkeiten sind zwischen Bund, Ländern und Bundeswehr verteilt, was als problematisch angesehen wird. Politiker fordern eine Zentralisierung.
Reaktionen und Forderungen
Der Nationale Sicherheitsrat tagte telefonisch unter Leitung von Kanzler Friedrich Merz. Innenminister Alexander Dobrindt sprach von einem „neuen Bedrohungsszenario“. Politiker von CDU, Grünen und SPD forderten eine bessere Ausstattung und klare Zuständigkeiten. Brandenburg plant eigene gesetzliche Regelungen für kritische Infrastruktur.
Mögliche Verbindungen zu Fremden Mächten
Experten vermuten eine russische Beteiligung, Belege fehlen. Ein ähnlicher Vorfall mit russischen Proxy-Netzwerken gab es 2024. Damals wurden Sprengstoffe über mehrere Länder transportiert. Solche Aktionen zielen darauf ab, Angst zu verbreiten und Unterstützung für die Ukraine zu untergraben.
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