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Politik 28.05.2026, 18:55 Aktualisiert: 28.05.2026, 23:04

Starmer kontert Blairs harscher Kritik: „Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen“

Tony Blair wirft Starmer fehlenden kohärenten Plan vor.

Wichtige Fakten

  • Tony Blair wirft Starmer fehlenden kohärenten Plan vor.
  • Starmer verweist auf Wirtschaftswachstum und sinkende Wartezeiten im NHS.
  • Ex-Premier kritisiert Steuererhöhungen, Arbeitsrechte und Netto-Null-Politik.
  • Blair sieht Labour nicht in der politischen Mitte für zweiten Wahlsieg.
  • Parteiinterne Kritik wächst nach schlechten Wahlergebnissen.

Premier verteidigt sich gegen Blairs Fundamentalkritik

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die massive Kritik seines Amtsvorgängers Tony Blair zurückgewiesen. Blair hatte in einem mehr als 5.600 Wörter umfassenden Essay Starmer vorgeworfen, „keinen kohärenten Plan“ für das Land zu haben. Starmer entgegnete, die von ihm gewählten politischen Wege seien angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Erblast die richtigen. Zu Blairs Kritikpunkten zählen höhere Arbeitgeberabgaben, neue Arbeitnehmerrechte sowie die Abkehr von der Öl- und Gasindustrie.

Starmer verweist auf Erfolge

Der Premier verwies auf jüngste Wirtschaftswachstumszahlen und sinkende Wartelisten im Gesundheitsdienst NHS als Belege für den Erfolg seiner Politik. In einer detaillierten Erwiderung auf der Plattform Substack räumte er zwar Fehler ein – etwa die Rücknahme der Heizöl-Subventionen für Rentner –, betonte jedoch, man habe die „großen politischen Entscheidungen richtig getroffen“. Er sieht das Land wirtschaftlich im Aufwind und Kriminalitätsrückgänge als Beleg.

Parteinterne Querelen und anstehende Nachwahl

Blairs Intervention kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Starmer, dessen Umfragewerte stark abgesackt sind. Ein möglicher parteiinterner Führungswechsel rückt näher. Auslöser könnte die bevorstehende Nachwahl im Wahlkreis Makerfield sein, in der der Greater-Manchester-Bürgermeister Andy Burnham für Labour antritt und im Erfolgsfall selbst eine Kandidatur für den Parteivorsitz in Aussicht gestellt hat. Ex-Gesundheitsminister Wes Streeting hat bereits Interesse bekundet.

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