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Politik 12.05.2026, 11:40 Aktualisiert: 12.05.2026, 15:01

Druck auf Starmer wächst: Dritte Staatssekretärin tritt zurück

Drei britische Staatssekretärinnen sind zurückgetreten.

Wichtige Fakten

  • Drei britische Staatssekretärinnen sind zurückgetreten.
  • Jess Phillips und Alex Davies-Jones folgen Miatta Fahnbulleh.
  • Über 80 Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rückzug.
  • Gesundheitsminister Wes Streeting hält sich mit Herausforderung zurück.
  • Kabinettsmitglieder geben Starmer geschlossen Rückendeckung.

Starmer trotzt Rücktrittsforderungen – aber Druck steigt

Der britische Premierminister Keir Starmer weist weiterhin alle Rücktrittsforderungen zurück. Nach der Wahlschlappe bei den Kommunal- und Regionalwahlen erklärte er am 12. Mai 2026 nach einer Kabinettssitzung, er übernehme die Verantwortung für die Niederlage. Er werde jedoch im Amt bleiben, da der innerparteiliche Mechanismus für einen Führungswechsel nicht eingeleitet worden sei. Das Kabinett stellte sich demonstrativ hinter ihn. Arbeitsminister Pat McFadden sagte, niemand am Tisch habe Starmer offen herausgefordert.

Drei Staatssekretärinnen treten zurück

Der politische Druck auf den Premier wächst jedoch. Nach Miatta Fahnbulleh, die vor der Kabinettssitzung ihren Rücktritt erklärt hatte, zogen nun zwei weitere Staatssekretärinnen nach: Jess Phillips und Alex Davies-Jones. In ihren Rücktrittsschreiben forderten sie Starmer auf, die Konsequenzen aus dem katastrophalen Wahlausgang zu ziehen. Allein bis zum frühen Nachmittag hatten mehr als 80 der knapp 400 Labour-Abgeordneten öffentlich einen Zeitplan für Starmers Abgang verlangt. Prominente Schwergewichte wie Gesundheitsminister Wes Streeting halten sich laut BBC mit einer offenen Herausforderung noch zurück.

Märkte reagieren nervös

Die anhaltende Unsicherheit um Starmers Zukunft belastet die Finanzmärkte weiter. Die Renditen 30-jähriger britischer Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit 1998. Das Pfund verlor zwischenzeitlich 0,6 Prozent an Wert. Hinzu kommen steigende Energiepreise aufgrund des Nahostkonflikts, die das Haushaltsdefizit und die Inflation in Großbritannien weiter verschärfen könnten.

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