Streitkräfte stehen wegen sexueller Übergriffe in der Kritik
Wichtige Fakten
- • DSCC wurde 2022 nach Jaysley Becks Tod gegründet.
- • Interner Bericht sieht Risiko der Bewertung als unzureichend.
- • Überlastung, Personalmangel und Verzögerungen festgestellt.
- • Opfer fürchten Unglauben und Karrierenachteile bei Meldungen.
Hintergrund der Initiative
Das Defence Serious Crime Command (DSCC) wurde 2022 eingerichtet, um nach dem Tod der 19-jährigen Kanonierin Jaysley Beck schwere Straftaten unabhängig von der militärischen Befehlskette zu untersuchen. Ein gerichtliches Nachspiel hatte damals systemische Mängel und eine Mitschuld der Armee am Suizid der Soldatin festgestellt.
Mängel im neuen Kommando
Ein internes, der BBC zugespieltes Gutachten offenbart nun erhebliche Defizite: Die DSCC würde bei einer Überprüfung nach zivilen Polizeistandards voraussichtlich als unzureichend eingestuft werden. Genannt werden ineffektive Ermittlungen, mangelhafte Opferbetreuung, Ressourcenknappheit, Personalschwankungen und ein geringer Zusammenhalt. Ohne Reformen drohe ein Vertrauensverlust in das militärische Justizsystem.
Forderungen und Reaktionen
Leighann McCready, Mutter von Jaysley Beck, zeigt sich enttäuscht und fordert bessere Unterstützung für junge Soldatinnen. Auch Emma Norton vom Centre for Military Justice sieht ernste Mängel bei der Bearbeitung von Beschwerden. Das Verteidigungsministerium akzeptierte die Ergebnisse und will unter anderem in die Opfer- und Zeugenbetreuung investieren und die Ermittler akkreditieren.
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