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Politik 07.05.2026, 10:43 Aktualisiert: 07.05.2026, 12:06

Studie: Starmer vertreibt progressive Wähler

Studie: Starmer zeigt Unbehagen mit progressiven Werten.

Wichtige Fakten

  • Studie: Starmer zeigt Unbehagen mit progressiven Werten.
  • 75 % der Wähler bewerten Starmer negativ.
  • 13-15 % der progressiven Wähler offen für Labour.
  • Konfrontation mit Trump bringt positive Dividende.
  • Klimaschutz ist fast genauso beliebt wie Trump-Kritik.

Progressive Wähler kehren Labour den Rücken

Progressive Wähler fühlen sich von Keir Starmer wegen mangelnder Argumente und Vision abgestoßen. Das zeigt ein Bericht des Policy Lab am University College London (UCL) unter Einbeziehung des renommierten Meinungsforschers Stan Greenberg, der einst für Tony Blair und Bill Clinton arbeitete. Die Downing Street soll über die Ergebnisse informiert worden sein, ebenso wie Vertraute potenzieller Führungskandidaten wie Andy Burnham, Wes Streeting und Angela Rayner.

Starmer persönlich unbeliebt

Die Umfrage ergab, dass drei Viertel der Wähler Starmer negativ sehen – ähnlich wie bei Jeremy Corbyn. Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester, schnitt am besten ab und wurde von einem Drittel positiv bewertet. Nur noch 13 bis 15 Prozent der progressiven Wähler stehen Labour offen gegenüber. Die Studie attestiert Starmer ein generelles Unbehagen mit progressiven Werten.

Radikalere Ansagen gefordert

Um Wähler zurückzugewinnen, müsse Starmer auf öffentliche Dienste, Steuern, Klima und Demokratie radikaler setzen, so die Autoren. Auch ein stärkeres Eintreten gegen US-Präsident Donald Trump im Wertekontext würde positiv wirken. Bisher ratlose technokratische Erklärungen – wie zur Entscheidung, sich am Iran-Krieg nicht zu beteiligen – genügen nicht. Die Studie ortet ein Versagen, sich der neuen Polarisierung anzupassen.

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