Studie: Waldbrandgefahr in Europa könnte sich drastisch erhöhen
Wichtige Fakten
- • Bis 2100 könnte sich die abgebrannte Fläche in Europa fast verdreifachen.
- • Auch in Deutschland drohen mehr Waldbrände, besonders in Mittelgebirgen.
- • Effektives Brandmanagement kann die Brandfläche um bis zu 92% reduzieren.
Klimawandel und Waldbrandrisiko
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat in einer neuen Studie errechnet, dass die jährlich von Waldbränden betroffene Fläche in Europa bis zum Ende des Jahrhunderts im schlimmsten Fall fast dreimal so groß werden könnte wie heute. Die Studie unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Klimaszenarien. Besonders im Mittelmeerraum sowie in weiten Teilen West- und Mitteleuropas – einschließlich Deutschland und den Niederlanden – sei mit deutlich mehr Bränden zu rechnen, wenn die globale Erwärmung fortschreitet.
Wie Feuerwetter entsteht und was es bedeutet
Der Klimawandel begünstigt sogenanntes Feuerwetter: Hitze, extreme Trockenheit und starke Winde treten gleichzeitig auf. Solche Bedingungen, so die Forschenden, erhöhen die Brandsicherheit und erschweren die Bekämpfung erheblich.
Bedeutung von Brandmanagement
Die Untersuchung zeigt auch: Ein optimiertes Brandmanagement kann die zukünftige Brandfläche deutlich verringern – in einem günstigen Szenario um bis zu 92 %, bei unsicheren Prognosen um mindestens 72 %. Dafür wären Prävention, satellitengestützte Überwachung, KI-Früherkennung und gut ausgebildete Einsatzkräfte notwendig. Doch die Autorinnen und Autoren betonen, dass sich Brände bei extremem Klimawandel kaum begrenzen lassen. Deshalb seien sowohl effizientes Management als auch wirksamer Klimaschutz unerlässlich.
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