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International 27.03.2026, 03:42 Aktualisiert: 27.03.2026, 18:04

Vermisste Hilfsschiffe für Kuba sicher eingetroffen

Zwei Segelboote mit humanitärer Hilfe für Kuba sind sicher auf der Insel angekommen, nachdem sie zuvor vermisst wurden.

Wichtige Fakten

  • Zwei Segelboote mit humanitärer Hilfe für Kuba sind sicher auf der Insel angekommen, nachdem sie zuvor vermisst wurden.
  • An Bord waren neun Crew-Mitglieder aus Polen, Frankreich, Kuba und den USA, die am 20. März 2026 von Mexiko aus gestartet waren.
  • Mexiko hatte eine Such- und Rettungsoperation in der Karibik gestartet, nachdem die Boote ihre geplante Ankunft in Havanna verpassten.
  • Die Boote sind Teil der 'Nuestra America Convoy'-Initiative, die Lebensmittel und Medikamente zur Linderung der kubanischen Energiekrise liefert.
  • Die US-Embargos verschärfen die Versorgungslage Kubas, was zu Stromausfällen und humanitären Herausforderungen führt.

Suche nach vermissten Schiffen beendet

Die zwei Segelboote 'Friendship' und 'Tigger Moth', die humanitäre Hilfsgüter nach Kuba transportieren sollten und seit dem 20. März 2026 vermisst waren, sind sicher auf der Karibikinsel eingetroffen. Die mexikanische Marine hatte zuvor eine Such- und Rettungsoperation im Karibischen Meer gestartet, nachdem die Boote ihre geplante Ankunft in Havanna am 24. oder 25. März verpassten und keine Kommunikation mehr erfolgte. Die US-Küstenwache bestätigte am Freitag, dass die Schiffe sicher nach Kuba gelangt sind, obwohl sie nicht direkt an den Suchbemühungen beteiligt war.

Hintergrund der Hilfslieferungen und internationale Reaktionen

Die vermissten Schiffe waren Teil der 'Nuestra America Convoy'-Initiative, einer von Freiwilligen und NGOs geleiteten Aktion, die Lebensmittel, Medikamente und Energieprodukte wie Solarpanels nach Kuba bringt, um die durch US-Embargos verschärfte Energiekrise zu lindern. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hatte am Freitag seine 'tiefe Besorgnis' über das Schicksal der neun Crew-Mitglieder geäußert und versichert, alles für ihre Rettung zu tun. Mexiko koordinierte die Suche mit maritimen Rettungszentren und diplomatischen Vertretern der beteiligten Länder, darunter Polen, Frankreich, Kuba und die USA.

Humanitäre Krise und politische Spannungen

Die Situation unterstreicht die anhaltende humanitäre Krise in Kuba, die durch die Verschärfung des US-Ölembargos unter Präsident Donald Trump zu Stromausfällen und Versorgungsengpässen geführt hat. Die 'Nuestra America Convoy' wurde von der linken Organisation Progressive International organisiert und umfasste Aktivisten aus 30 Ländern, darunter ehemalige Politiker wie Jeremy Corbyn und Pablo Iglesias. Trotz der sicheren Ankunft der beiden Boote bleibt die Lage in Kuba angespannt, da die Embargos die wirtschaftliche Krise vertiefen und weitere Hilfslieferungen erforderlich machen.

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