Historischer Sudetendeutscher Tag in Tschechien: Versöhnung und Proteste
Wichtige Fakten
- • Erster Sudetendeutscher Tag in Tschechien seit 1950 in Brünn.
- • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als Hauptredner in Brünn.
- • Rund 1.300 Teilnehmer beim Versöhnungsmarsch in Pohorelice.
- • Gedenkstein am Massengrab mit Hakenkreuzen beschmiert.
- • Landesweite Debatte und Resolution des tschechischen Parlaments gegen das Treffen.
Historische Premiere in Brünn
Erstmals seit 1950 findet der Sudetendeutsche Tag in Tschechien statt – als Zeichen der Annäherung. Die Hauptkundgebung in Brünn wird von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und dem Sprecher der Sudetendeutschen, Bernd Posselt, besucht. Das Treffen gilt als mutiger Schritt der Versöhnung, wird aber von einer landesweiten Debatte begleitet.
Politische Kontroversen und Proteste
Die Prager Regierung blieb der Veranstaltung fern, das Abgeordnetenhaus verurteilte das Treffen in einer Resolution. Trotz Protesten von rechten und linken Kleinparteien blieb die Stimmung weitgehend friedlich. Senatspräsident und Staatspräsident unterstützten dagegen das Versöhnungsfestival.
Begegnungen und Gedenkveranstaltungen
Am Samstag nahmen rund 1.300 Deutsche und Tschechen an einem Versöhnungsmarsch in Pohorelice teil, auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt war dabei. Er lobte die Initiative Meeting Brno als Brückenbauer. Ein Gedenkstein am Massengrab wurde jedoch mit Hakenkreuzen geschändet.
Persönliche Geschichten der Annäherung
Besucher wie Herbert Schmid von der Seliger-Gemeinde und der Tscheche Rudolf Coufal berichteten von herzlichen Begegnungen. Söder betonte die Bedeutung des Treffens in Zeiten erstarkenden Nationalismus. Die Veranstaltung zeige, dass Versöhnung möglich sei, trotz Hypotheken der Vergangenheit.
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