Unbestätigte Opferzahl: Mosambik spricht von fünf Toten bei xenophober Gewalt in Südafrika
Wichtige Fakten
- • Südafrikanische Polizei bestätigt nur zwei getötete Mosambikaner.
- • Mosambik meldet fünf Tote direkt durch Angriffe.
- • 300 Mosambikaner kehrten eigenständig zurück.
- • 55 Hütten in Mossel Bay niedergebrannt.
- • Eine Bürgerorganisation fordert Ausreise bis 30. Juni.
Widersprüchliche Angaben zu Todesopfern
Bei fremdenfeindlichen Angriffen im südafrikanischen Mossel Bay sind nach offiziellen Angaben der mosambikanischen Regierung fünf mosambikanische Staatsbürger getötet worden. Die südafrikanische Polizei bestätigte jedoch nur den Tod zweier Mosambikaner. Zudem wurde ein 18-jähriger Südafrikaner erstochen aufgefunden. Nach Behördenangaben brannten etwa 55 Hütten nieder, teils während sich Bewohner noch darin befanden.
Reaktionen und Rückführungen
Die mosambikanische Regierung erklärte, insgesamt sieben Bürger seien ums Leben gekommen – fünf durch direkte Gewalt, zwei bei einem Verkehrsunfall auf der Rückreise. 300 Mosambikaner seien bereits aus eigener Kraft zurückgekehrt, rund 500 weitere wurden in der Westkap-Provinz untergebracht. Die Rückführung der Schutzsuchenden läuft. Auch Ghana evakuierte 300 Bürger, Nigeria kündigte Rückholaktionen an.
Hintergrund der Spannungen
Die Spannungen reihen sich in eine Geschichte wiederholter fremdenfeindlicher Gewalt ein. Vor den Kommunalwahlen im November fordern Bürgerinitiativen die Ausweisung aller Migranten bis zum 30. Juni. Auslöser der Unruhen waren Vorwürfe, Bauunternehmen beschäftigten Illegale. Mehrere afrikanische Länder warnen ihre Bürger vor Reisen nach Südafrika.
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