Taiko-Durcheinander auf der Chinesischen Mauer: Lululemon entschuldigt sich nach Kultur-Sturm
Wichtige Fakten
- • Lululemon nutzte japanische Taiko-Trommel bei chinesischem Kultur-Event.
- • Event auf der Chinesischen Mauer mit 2000 Teilnehmern angelegt.
- • Chinesische Soziale Medien empört, über 50 Millionen Aufrufe.
- • Firma und Schlagzeugtruppe Hiiko baten öffentlich um Entschuldigung.
- • Vorfall zeigt Risiken westlicher Marken in China bezüglich kultureller Sensibilität.
Lululemon entschuldigt sich nach Taiko-Eklat auf der Chinesischen Mauer
Die kanadische Sportbekleidungsmarke Lululemon hat sich öffentlich entschuldigt, nachdem sie bei einem Yogafestival auf der Chinesischen Mauer eine japanische Taiko-Trommel statt eines traditionellen chinesischen Dagu-Instruments verwendet hatte. Das Event Ende Mai in der Nähe von Peking sollte chinesische Kultur und Wohlbefinden fördern und zog über 2.000 Teilnehmer an. Der bekannte chinesische Schauspieler Zhu Yilong trat auf und posierte mit einer Trommel, die das Lululemon-Logo trug.
Empörung in sozialen Medien
In Chinas größter Social-Media-Plattform Weibo entzündete sich eine Debatte, die über 50 Millionen Aufrufe erreichte. Nutzer kritisierten die Verwechslung der Trommeln als unangemessen und beleidigend. Zhu Yilongs Studio forderte Lululemon zur Stellungnahme auf. Das Unternehmen räumte auf Weibo ein, dass es „aufgrund unseres mangelnden Fachwissens“ potenzielle Kontroversen nicht erkannt habe. Es versprach, für künftige Events eine strengere Planung und Prüfung zu gewährleisten. Auch die Trommelgruppe Hiiko, die mit Zhu auftrat, bat um Entschuldigung.
Kulturelle Fallstricke für internationale Marken
Der Vorfall verdeutlicht die Risiken für westliche Marken in China, die oft zwischen kultureller Wertschätzung und Missachtung balancieren müssen. Bereits 2024 geriet Arc'teryx mit einer Feuerwerksshow in Tibet in die Kritik, und 2018 sorgte Dolce & Gabbanas kontroverse Kampagne mit Stäbchen für Aufruhr. Lululemon, dessen China-Geschäft stark wächst, hat alle Inhalte zu dem Trommel-Event von Website und Social Media entfernt. Das Unternehmen muss nun sein lokales Know-how vertiefen, um ähnliche Missgeschicke zu vermeiden.
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