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International 24.06.2026, 07:01

Tausende Ausländer fliehen vor Fremdenhass in Südafrika

Fremdenfeindliche Gruppen wie 'March and March' setzen Ultimatum bis 30. Juni.

Wichtige Fakten

  • Fremdenfeindliche Gruppen wie 'March and March' setzen Ultimatum bis 30. Juni.
  • Malawi holte rund 7.000 Bürger mit Bussen zurück; andere Länder bereiten Rücktransporte vor.
  • Polizeiminister kündigt Großeinsatz am 30. Juni an, Kosten ca. 30 Mio. Euro.
  • Regierung verschärft Migrationspolitik, warnt vor Selbstjustiz.
  • Viele Rückkehrwillige haben keine gültigen Pässe; Transporte verzögern sich.

Hintergrund und aktuelle Entwicklungen

In Südafrika gehen seit Wochen fremdenfeindliche Gruppen auf die Straße, die illegale Einwanderung bekämpfen wollen und bis zum 30. Juni ein Ultimatum für Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung gesetzt haben. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Angriffen auf Ausländer, sodass viele von ihnen das Land verlassen wollen.

Reaktionen der Nachbarländer und Rückkehrwelle

Vor der nigerianischen Botschaft in Pretoria harren tausende Menschen aus, die um Hilfe bitten. Malawi hat bereits rund 7.000 Staatsbürger mit Bussen zurückgeholt, auch Simbabwe, Mosambik und Ghana bereiten Rückführungen vor. In der nigerianischen Botschaft registrierten sich mehr als 1.000 Menschen für eine freiwillige Rückkehr. Allerdings verzögern sich die Transporte aufgrund fehlender Mittel und fehlender Pässe.

Maßnahmen der südafrikanischen Regierung

Die Regierung kündigt eine Verschärfung der Migrationspolitik an und warnt die Protestführer vor Selbstjustiz. Für den 30. Juni plant Polizeiminister Firaz Cachalia einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte mit geschätzten Kosten von umgerechnet 30 Millionen Euro. Im Notfall sei auch der Einsatz der Armee nicht ausgeschlossen.

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