Trump sorgt mit Grönland- und Europa-Kritik für Spannungen beim NATO-Gipfel
Wichtige Fakten
- • Trump erhebt erneut Anspruch auf Grönland und kritisiert Europa.
- • Dänemarks Premierministerin Frederiksen weist Forderung zurück.
- • NATO-Generalsekretär Rutte bekräftigt Bündnistreue der USA.
- • Trump droht mit Abzug von US-Soldaten aus Europa.
- • NATO-Staaten erhöhen Verteidigungsausgaben auf Druck Trumps.
Trumps Grönland-Forderung und Europakritik
Beim NATO-Gipfel in Ankara sorgte US-Präsident Donald Trump erneut für Verstimmung, indem er den Anspruch der USA auf Grönland bekräftigte und scharfe Kritik an Europa übte. Er drohte mit dem Abzug aller US-Soldaten aus Europa und warf den Europäern eine verfehlte Einwanderungs- und Energiepolitik vor. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies die Forderung nach Abtretung Grönlands umgehend zurück und appellierte an das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung.
NATO-Generalsekretär Rutte bemüht sich um Schadensbegrenzung
NATO-Generalsekretär Mark Rutte versuchte, die Wogen zu glätten, und betonte das uneingeschränkte Bekenntnis der USA zur Allianz. Er bezeichnete Trumps Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben der europäischen Partner als fair und verwies auf Fortschritte, etwa Spaniens Erhöhung auf zwei Prozent des BIP. Der Gipfel tagte hinter verschlossenen Türen unter der Leitung von Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan, der eine Ausweitung der Rüstungskooperation forderte.
Hintergründe und Reaktionen
Der Streit um Grönland ist nicht neu: Trump hatte bereits Anfang des Jahres mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht. Island wehrte sich mit Verweis auf seine Souveränität. Unterdessen reagierte Spanien gelassen auf Trumps erneute Drohung, den Handel mit Madrid zu kappen, und wies auf den Handelsüberschuss der USA hin. Die europäischen Staatschefs zeigten sich angesichts von Trumps unberechenbarem Auftreten besorgt, doch Rutte appellierte an die Geschlossenheit der Allianz im Kampf gegen russische U-Boote.
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