USA erklären Waffenruhe mit Iran für beendet – Neue Angriffe und Sanktionen
Wichtige Fakten
- • US-Präsident Trump erklärt Rahmenabkommen und Waffenruhe für beendet.
- • USA bombardieren über 80 Ziele in Iran, darunter Luftabwehrsysteme.
- • Iran greift als Vergeltung 85 US-Armeeanlagen in Kuwait und Bahrain an.
- • USA widerrufen Öllizenz und setzen Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft.
- • Nato-Generalsekretär Rutte nennt US-Angriffe „absolut notwendig“.
USA greifen erneut Ziele im Iran an
Die USA haben als Reaktion auf iranische Attacken auf Tanker in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran bombardiert. Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, mehr als 80 Ziele seien getroffen worden, darunter Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen und über 60 Boote der Revolutionsgarde. Das Ziel war, Irans Fähigkeit zu beeinträchtigen, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören. US-Präsident Donald Trump erklärte bei einem NATO-Gipfel, dass das Rahmenabkommen und die Waffenruhe mit der Islamischen Republik für beendet seien. „Ich denke, es ist vorbei“, sagte Trump.
Iranische Vergeltungsschläge und internationale Reaktionen
Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Bahrain. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen 85 wichtige US-Armeeanlagen in beiden Ländern angegriffen, erklärten die Revolutionsgarden. In Kuwait und Bahrain wurde die Luftabwehr aktiviert. Auch US-Präsident Trump reagierte bei seinem Besuch zum NATO-Gipfel ungehalten und kündigte eine härtere Gangart an. Die USA widerriefen zudem die Lizenz zum Verkauf von iranischem Öl und setzten Sanktionen wieder in Kraft.
Experten sehen Eskalationsgefahr und stockende Verhandlungen
Nahost-Experte Guido Steinberg sieht eine gefährliche Eskalation. Nach den neuen Angriffen sei unklar, ob das Waffenstillstandsabkommen vom Juni noch zu retten sei. Aus Sicht des Iran-Experten zeigen beide Seiten einen Schaukelkurs: Sie sprechen von Dialog, attackieren sich aber zugleich. Die Äußerungen Trumps seien eine klare Kampfansage. Die Verhandlungen seien eigentlich notwendig, um den Seeweg durch die Straße von Hormus zu sichern. Der Gastgeber des NATO-Gipfels erlaubte zugleich, dass auch andere Disziplinen der Kritik kritisch beurteilt werden. Rutte bezeichnete die US-Angriffe dennoch als „absolut wichtig“.
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