Trump löst mit Pearl-Harbor-Vergleich Unbehagen bei Japans Premierministerin aus
Wichtige Fakten
- • US-Präsident Donald Trump verglich den US-Angriff auf Iran mit Japans Überraschungsangriff auf Pearl Harbor 1941.
- • Trumps Bemerkung 'Wer weiß besser über Überraschung Bescheid als Japan?' löste betretenes Schweigen auf japanischer Seite aus.
- • Japans Premierministerin Sanae Takaichi erklärte Trump die verfassungsrechtlichen Grenzen japanischer Militäreinsätze im Ausland.
- • Die Blockade der Straße von Hormuz hat zu einem Anstieg der globalen Ölpreise geführt.
- • Japan hat sich mit sechs anderen Ländern verpflichtet, die Sicherheit der Straße von Hormuz zu gewährleisten.
Zusammenfassung
US-Präsident Donald Trump hat während eines Treffens mit Japans Premierministerin Sanae Takaichi im Oval Office umstrittene Äußerungen zum japanischen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor 1941 gemacht. Auf die Frage eines japanischen Reporters, warum die USA ihre Verbündeten nicht vor dem Angriff auf Iran gewarnt hätten, antwortete Trump: 'Wer weiß besser über Überraschung Bescheid als Japan?' und fügte scherzhaft hinzu: 'Warum habt ihr mir nichts über Pearl Harbor gesagt?' Die Bemerkung löste betretenes Schweigen auf japanischer Seite aus, während US-Vertreter lachten. Ein japanischer Reporter beschrieb Takaichis Reaktion als deutlich unbehaglich, mit weit aufgerissenen Augen und einem verschwindenden Lächeln.
Hintergrund
Der Pearl-Harbor-Angriff am 7. Dezember 1941 führte zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg und kostete über 2.400 Amerikaner das Leben. Seitdem sind Japan und die USA enge Verbündete, wobei öffentliche Verweise auf diese Vergangenheit selten sind. Takaichi nutzte den Besuch, um Trump die verfassungsrechtlichen Grenzen Japans für militärische Einsätze im Ausland zu erklären, und betonte, dass die Sicherheit der Straße von Hormuz von größter Bedeutung sei, Japan aber nur innerhalb gesetzlicher Rahmen handeln könne. Die Blockade dieser strategisch wichtigen Wasserstraße durch Iran hat zu einem Anstieg der globalen Ölpreise geführt, da etwa 20% des weltweiten Öls durch sie transportiert werden.
Reaktionen
Trumps Äußerung wurde von seinen Unterstützern gelobt, während Kritiker sie als unangemessen für einen Präsidenten bezeichneten. In Japan löste die Bemerkung bei einigen Bürgern Unbehagen aus, angesichts der historischen Last des Angriffs. Takaichi wurde dafür gelobt, die Situation diplomatisch zu handhaben und Trump nicht zu verärgern. Der Vorfall unterstreicht die politische Sensibilität militärischer Zusammenarbeit für das offiziell pazifistische Japan, dessen Verfassung nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA auferlegt wurde und den Einsatz von Streitkräften im Ausland stark einschränkt.
Neue Entwicklungen
Vor den Gesprächen im Weißen Haus hat sich Japan mit sechs anderen Ländern verpflichtet, 'angemessene Anstrengungen zur Gewährleistung der sicheren Passage durch die Straße von Hormuz beizutragen', ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu spezifizieren. Trump lobte Tokio vage dafür, 'wirklich auf den Teller zu treten', während Takaichi ihm später detailliert erläuterte, welche Unterstützung Japan unter seinen Gesetzen leisten kann. Die Blockade hat weiterhin zu einem Anstieg der globalen Ölpreise geführt, da etwa 20% des weltweiten Öls durch diese Passage transportiert werden.
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