Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schließen Militärpakt
Wichtige Fakten
- • Verteidigungsabkommen zwischen Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien unterzeichnet.
- • Angriff auf einen Bündnispartner gilt als Angriff auf alle.
- • Pakt sieht Technologietransfer, Geheimdienstaustausch, Flugabwehraufbau vor.
- • Saudisches Geld soll in türkische Verteidigungsindustrie fließen.
- • Abkommen als Reaktion auf Spannungen mit Iran gesehen.
Ein neues Verteidigungsbündnis im Nahen Osten
Angesichts wachsender Spannungen am Golf haben die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien den sogenannten "Mekka-Verteidigungspakt" unterzeichnet. Bei einem Treffen in Dschidda einigten sich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif darauf, jeden bewaffneten Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle Bündnispartner zu betrachten.
Fokus auf Technologie und Abschreckung
Der Pakt zielt laut Angaben aus Regierungskreisen in erster Linie auf Technologietransfers von der Türkei nach Saudi-Arabien und Pakistan ab, sowie auf den Austausch von Geheimdienstinformationen und den Aufbau von Flugabwehrkapazitäten in Saudi-Arabien. Zudem soll saudisches Kapital in die türkische Verteidigungsindustrie fließen. Der Dreiervipfel wurde vor dem Hintergrund der Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen den USA und Iran abgehalten. Pakistan versucht, beide Seiten zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bewegen.
Keine direkte Abschreckung gegen Iran
Obwohl Saudi-Arabien jüngst einen Angriff der Huthi-Miliz erlebte und ähnliche Angriffe irakischer Milizen erwartet werden, dementierten pakistanische Sicherheitskreise, dass der Pakt eine gezielte Abschreckung gegen Iran sei. Das Abkommen solle erst dann an Bedeutung gewinnen, wenn die USA sich aus der Region zurückziehen und Saudi-Arabien sich verwundbarer fühle, so die Deutsche Presse-Agentur.
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