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Wirtschaft 20.05.2026, 10:34 Aktualisiert: 20.05.2026, 12:01

UK-Inflation sinkt überraschend auf 2,8% - aber Experten warnen vor Anstieg durch Iran-Krieg

UK-Inflation fiel von 3,3% auf 2,8% (April).

Wichtige Fakten

  • UK-Inflation fiel von 3,3% auf 2,8% (April).
  • Energiepreise sanken durch staatliche Unterstützung vor dem Iran-Krieg.
  • Iran-Krieg treibt Benzinpreise auf über 158 Pence pro Liter.
  • Analysten erwarten Inflation von 4% bis Ende 2026.
  • Nahrungsmittel-Inflation bei 3%; Verband warnt vor 10%.

Die Inflation im Vereinigten Königreich ist im April überraschend deutlich gesunken. Das Amt für nationale Statistik (ONS) meldete einen Rückgang der jährlichen Teuerungsrate von 3,3 Prozent im März auf 2,8 Prozent im April. Hauptgrund waren niedrigere Gas- und Stromrechnungen, die auf das staatliche Energiepreis-Subventionspaket und gesunkene Großhandelspreise vor dem Iran-Krieg zurückzuführen sind. Auch gesunkene Wasser- und Abwassergebühren sowie niedrigere Kfz-Steuern dämpften die Inflation.

Trotz des Rückgangs warnen Ökonomen, dass dies der niedrigste Wert für längere Zeit gewesen sein könnte. Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise in die Höhe. Der durchschnittliche Benzinpreis stieg im April auf 156,8 Pence pro Liter, im Mai auf 158,52 Pence. Diesel verteuerte sich auf 190 Pence pro Liter. Yael Selfin von KPMG erwartet, dass die Inflation bis Ende 2026 auf etwa 4 Prozent steigen wird. Auch Lebensmittelpreise könnten wieder stärker anziehen; der Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie warnt vor einem Anstieg auf 10 Prozent zum Jahresende. Finanzministerin Rachel Reeves kündigte weitere Entlastungen für Haushalte an.

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