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Wirtschaft 20.05.2026, 12:30 Aktualisiert: 20.05.2026, 18:02

Gastgewerbe-Umsatz auf Vierjahrestief

Umsatz fiel preisbereinigt um 5,2 % zum Vorjahr.

Wichtige Fakten

  • Umsatz fiel preisbereinigt um 5,2 % zum Vorjahr.
  • Niedrigster Stand seit März 2022 (Corona-Krise).
  • Übernachtungsindustrie verlor 5,6 % im Vergleich zum Februar.
  • Gastronomie profitierte von gesenktem Mehrwertsteuersatz auf 7 %.
  • Konsumklima Mai sank auf tiefsten Stand seit Februar 2023.

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im März 2026 auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken die preisbereinigten Einnahmen von Restaurants, Hotels und anderen Beherbergungsstätten um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen war die Übernachtungsindustrie, deren Umsatz im März um 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückging. Die Gastronomie verzeichnete dagegen nur ein Minus von 0,1 Prozent, was auf die zum 1. Januar 2026 erfolgte Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Speisen von 19 auf 7 Prozent zurückgeführt wird.

Als Grund für die Umsatzrückgänge nennt das Bundesamt die gestiegene Inflation infolge hoher Ölpreise. Die Verbraucherpreise stiegen im März um 2,7 Prozent und im April um 2,9 Prozent. Viele Ökonomen erwarten, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten die Dreiprozentmarke überschreiten wird. Das Konsumklima für Mai sank laut Nürnberg Institut für Marktentscheidungen auf den tiefsten Stand seit Februar 2023. Die finanzielle Belastung der Haushalte könnte dazu führen, dass Verbraucher zunehmend bei Restaurantbesuchen, Mobilität und sogar bei der Altersvorsorge sparen.

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