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International 10.02.2026, 08:43 Aktualisiert: 10.02.2026, 10:07

Ukraine-Krieg: Friedensgespräche stocken trotz US-Druck

Russlands Außenminister Lavrov zeigt sich skeptisch gegenüber US-Druck auf Europa und Ukraine.

Wichtige Fakten

  • Russlands Außenminister Lavrov zeigt sich skeptisch gegenüber US-Druck auf Europa und Ukraine.
  • Russland fordert weiterhin territoriale Kontrolle über Ostukraine und lehnt NATO-Beitritt ab.
  • Ukraines Präsident Selenskyj betont Sicherheitsgarantien als Grundlage für Frieden.
  • Russland greift weiter Energieinfrastruktur an, zuletzt in Odessa.
  • Estnischer Geheimdienst sieht keine Anzeichen für echte Verhandlungsbereitschaft Putins.

Stockende Friedensgespräche

Trotz schwieriger, aber konstruktiver Gespräche in Abu Dhabi zwischen den USA, Ukraine und Russland bleiben die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg festgefahren. Russlands Außenminister Sergei Lavrov äußerte sich skeptisch gegenüber dem Druck von US-Präsident Donald Trump auf Europa und die Ukraine und betonte, es sei noch ein weiter Weg bis zu einem Friedensabkommen.

Russische Maximalforderungen

Russland hält an seinen ursprünglichen Maximalforderungen fest, darunter territoriale Ansprüche auf die Kontrolle der ostukrainischen Regionen und die Ablehnung eines möglichen NATO-Beitritts der Ukraine oder der Stationierung westlicher Truppen. Ukrainischer Präsident Volodymyr Selenskyj forderte in einer Ansprache zuverlässige Sicherheitsgarantien als einzig wahre Grundlage für Frieden und warnte vor russischen Tests eines Friedensabkommens durch Angriffe oder hybride Operationen.

Fortgesetzte Angriffe

Während die Gespräche stocken, setzt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur fort. In der Region Odessa am Schwarzen Meer wurde ein Energieobjekt getroffen, während das Land weiterhin unter kalten Temperaturen leidet. Gleichzeitig meldete das russische Verteidigungsministerium die Einnahme der Siedlung Zaliznychne in der Region Saporischschja.

Geheimdienstliche Einschätzung

Der estnische Auslandsgeheimdienst widerspricht US-Behauptungen, ein Friedensabkommen sei in Reichweite, und sieht keine Anzeichen dafür, dass Russlands Präsident Wladimir Putin an echten Verhandlungen interessiert ist. Laut dem Dienst nutzt Russland Friedensrhetorik nur als Taktik, um Zeit zu gewinnen, und verfolgt langfristige operative Ziele im Krieg gegen die Ukraine. Eine wirtschaftliche Krise in Russland sei möglich, aber ein vollständiger Zusammenbruch der Wirtschaft unwahrscheinlich.

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