UN-Einrichtungen sparen durch Umzug in Genf
Wichtige Fakten
- • UN-Menschenrechtsbüro zieht aus Palais Wilson aus.
- • UNHCR zieht in Palais Wilson ein, um Miete zu sparen.
- • Kostendruck wegen ausbleibender US-Beiträge und Kürzungen.
- • Einsparungen von etwa 3,5 Millionen Euro Miete pro Jahr.
Sparzwang treibt UN zu Umzügen in Genf
Zwei UN-Einrichtungen in Genf tauschen ihre Gebäude, um Geld zu sparen. Das Hochkommissariat für Menschenrechte verlässt das historische Palais Wilson am Genfer See, während das Flüchtlingshilfswerk UNHCR dort einzieht. Beide Organisationen wollen dadurch Mietkosten senken. Wie das ARD-Studio Genf berichtet, steht das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte finanziell unter Druck und musste bereits 300 Stellen streichen und Kosten um zehn Prozent kürzen. Es zieht nun in einen modernen Neubau auf dem Gelände des UN-Hauptquartiers. Der Umzug wurde zwar vor der aktuellen Finanzkrise geplant, kommt aber jetzt gelegen.
Das UNHCR ist ebenfalls von Budgetkürzungen betroffen. Laut Sprecher Matthew Saltmarsh soll durch den Einzug in das kleinere Palais Wilson die Hälfte der Miete eingespart werden. Hintergrund sind massive Beitragsausfälle der USA sowie Kürzungen vieler europäischer Staaten, darunter Deutschlands, bei der humanitären Hilfe. Die Vereinten Nationen schrumpfen derzeit wie nie zuvor. In Genf führt dies zu einer regelrechten Umzugswelle, um leerstehende Räume zu vermeiden.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.