UN-Generalversammlung stuft transatlantischen Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen gegen Menschlichkeit ein
Wichtige Fakten
- • 123 Staaten stimmten für die Resolution, USA, Israel und Argentinien dagegen.
- • Resolution fordert Rückgabe von Kulturgütern und finanzielle Wiedergutmachung.
- • Deutschland enthielt sich der Stimme bei der Abstimmung.
- • Der transatlantische Sklavenhandel dauerte mehrere Jahrhunderte an.
- • Die Resolution ist rechtlich nicht bindend, wird aber als historisch eingestuft.
UN-Resolution zum transatlantischen Sklavenhandel
Die UN-Generalversammlung hat in einer Resolution den transatlantischen Sklavenhandel als das 'schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit' eingestuft. 123 Staaten stimmten für den von Ghana eingebrachten Text, der die jahrhundertelange Versklavung und brutale Verschleppung von Millionen Afrikanerinnen und Afrikanern verurteilt. Die Resolution fordert unter anderem die unentgeltliche Rückgabe von Kulturgütern an Herkunftsländer sowie konkrete Schritte zur Wiedergutmachung, darunter finanzielle Entschädigungen, Schuldenerlasse und Entwicklungshilfe.
Internationale Reaktionen und Hintergründe
Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen die Resolution, während Deutschland sich enthielt. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend, wird aber als historisch bedeutsam angesehen. UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass der Sklavenhandel Familien und Gemeinschaften zerstört und eine rassistische Ideologie geschaffen habe. US-Vertreter Dan Negrea kritisierte die Resolution als problematisch und verwies auf den Grundsatz der Nicht-Rückwirkung von Gesetzen, während auch Großbritannien Reparationsforderungen ablehnt.
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