Péter Magyar als neuer Ministerpräsident Ungarns vereidigt – Ära Orbán endet
Wichtige Fakten
- • Vereidigung am Europatag, 9. Mai 2026.
- • Tisza hält 141 von 199 Parlamentssitzen.
- • EU-Flagge wieder am ungarischen Parlament gehisst.
- • Orbán erscheint nicht zur Vereidigung, nimmt Mandat nicht an.
- • Márton Melléthei-Barna zieht Kandidatur als Justizminister zurück.
Vereidigung am Europatag
Am 9. Mai 2026 wurde Péter Magyar, Vorsitzender der Tisza-Partei, als neuer Ministerpräsident Ungarns vereidigt – bewusst am Europatag. Noch am selben Tag wurde die Europaflagge wieder am ungarischen Parlament gehisst, die Viktor Orbán einst entfernt hatte. Orbán selbst erschien nicht zur Vereidigung und nahm sein Parlamentsmandat nicht an. Nach 16 Jahren endet damit seine Ära.
Erdrutschsieg und Neuanfang
Die Tisza-Partei errang bei der Wahl einen Erdrutschsieg und stellt mit 141 von 199 Sitzen die absolute Mehrheit. Orbáns Fidesz stürzte von 135 auf 52 Sitze ab. Tisza-Minister betonten, es gehe nicht um Rache, sondern um rechtsstaatliche Aufarbeitung. Bereits vor Amtsantritt wurden Ermittlungen gegen Orbán-nahe Kreise eingeleitet. Ein Medienmogul kündigte an, Vermögen an den Staat zu überschreiben.
Herausforderungen der neuen Regierung
Größte Aufgabe bleibt die Freigabe von 17 Milliarden Euro eingefrorener EU-Mittel. Zudem sucht die Regierung eine gemeinsame Position zum EU-Migrationspakt und will Korruption bekämpfen. Magyar betonte, sein Kabinett bestehe aus Fachleuten, nicht aus Parteisoldaten. Die neue Justizministerin wird Márta Görög, Dekanin der juristischen Fakultät in Szeged.
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