Untersuchung gegen Minister Simons wegen Berichts über Journalistenhintergrund
Wichtige Fakten
- • Labour Together beauftragte APCO Worldwide mit Recherche über Journalist Gabriel Pogrund.
- • Der Bericht enthielt Informationen zu Pogrunds jüdischem Glauben und ideologischer Position.
- • Simons bestreitet, Journalisten untersuchen lassen zu wollen, und spricht von "unnötigen Informationen".
- • Oppositionsparteien fordern Rücktritt und unabhängige Untersuchung.
- • Das Kabinettsbüro prüft nun Simons' Handeln, nicht Labour Together insgesamt.
Untersuchung gegen Minister
Das Kabinettsbüro der britischen Regierung untersucht Minister Josh Simons wegen Vorwürfen, dass die von ihm früher geleitete Gruppe Labour Together einen Bericht über den Hintergrund des Sunday-Times-Journalisten Gabriel Pogrund in Auftrag gab. Labour Together, die Keir Starmer zur Labour-Führung verhalf, zahlte der PR-Firma APCO Worldwide mindestens 30.000 Pfund, um die "Quellen, Finanzierung und Ursprünge" eines Artikels über undeklarierte Spenden zu untersuchen. Simons erklärte, APCO Worldwide sei "über den Auftrag hinausgegangen" und habe "unnötige Informationen" über Pogrunds jüdischen Glauben und ideologische Position aufgenommen, was er zu entfernen versuchte, bevor der Bericht an den Geheimdienst GCHQ weitergeleitet wurde.
Politische Reaktionen
Oppositionsparteien wie die Liberaldemokraten und die SNP fordern, dass Simons während der Untersuchung zurücktritt und kritisieren, dass das Kabinettsbüro als "Eigenkontrolle" agiere. Sie verlangen eine unabhängige oder parlamentarische Untersuchung. Labour-Abgeordnete wie John McDonnell betonen die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe, während Simons beteuert, es sei "Unsinn", dass er Journalisten untersuchen lassen wollte – stattdessen habe er eine mutmaßlich illegale Hackattacke aufklären lassen. Der Sunday-Times-Herausgeber Ben Taylor wirft Labour Together vor, die Ergebnisse des Berichts in Westminster verbreitet zu haben, um die Zeitung zu diskreditieren.
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