Weitere Epstein-Akten veröffentlicht: Neue Details zu Vorwürfen gegen Trump
Wichtige Fakten
- • US-Justizministerium veröffentlicht zusätzliche Epstein-Ermittlungsdokumente nach Medienberichten über fehlende Unterlagen
- • Akten enthalten unbestätigte Vorwürfe sexuellen Missbrauchs einer Frau gegen Donald Trump aus dem Jahr 2019
- • Unterlagen waren fälschlicherweise als doppelt codiert markiert und versehentlich zurückgehalten worden
- • Demokraten werfen Justizministerium Vertuschung vor und starten Untersuchung
- • Trump bestreitet alle Vorwürfe als "völlig haltlos" und verweist auf fehlende Beweise
Weitere Akten veröffentlicht
Das US-Justizministerium hat weitere Dokumente aus den Ermittlungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht, nachdem Medien über fehlende Unterlagen berichtet hatten. Die zusätzlichen Akten waren bei einer früheren Durchsicht fälschlicherweise als doppelt codiert markiert worden und wurden deshalb versehentlich nicht mit den anderen Ermittlungsdokumenten veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgte aufgrund von Berichten, dass nicht alle Unterlagen zu Befragungen aus dem Jahr 2019 enthalten waren.
Inhalt der neuen Unterlagen
Die nun veröffentlichten Dokumente enthalten FBI-Protokolle von vier Befragungen einer Frau aus dem Jahr 2019, die angab, als Minderjährige von Donald Trump sexuell missbraucht worden zu sein. Laut den Unterlagen sagte die Frau aus, sie sei in den 1980er Jahren als Teenager von Epstein an Trump vermittelt worden und habe zwischen 13 und 15 Jahren von beiden Männern sexuell missbraucht worden sein sollen. Das Justizministerium betont, dass diese Vorwürfe unbestätigt bleiben und als "haltlos" einzustufen seien. Die Frau hatte sich nach Epsteins Verhaftung 2019 an das FBI gewandt, doch wurden nie Anklagen erhoben.
Politische Reaktionen und Untersuchungen
Führende US-Demokraten haben die zunächst zurückgehaltenen Akten scharf kritisiert und eine Untersuchung eingeleitet, ob das Justizministerium Material absichtlich vorenthalten habe. Kongressabgeordneter Robert Garcia sprach vom "größten Vertuschungsskandal in der jüngeren Geschichte". Auch fünf Republikaner im Haushaltsausschuss unterstützen nun eine Vorladung von Generalstaatsanwältin Pam Bondi zur Aufklärung der Vorgänge. Der Haushaltsausschuss hat für eine Vorladung von Bondi gestimmt, um Fragen zur Handhabung der Epstein-Akten zu klären.
Stellungnahmen der Beteiligten
Donald Trump bestreitet jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein. Seine Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete die Vorwürfe als "völlig haltlos" und verwies darauf, dass das Justizministerium unter Joe Biden die Anschuldigungen vier Jahre lang nicht verfolgt habe. Das Ministerium selbst erklärte, einige Dokumente enthielten "unwahre und sensationslüsterne Behauptungen" gegen Trump. Das Weiße Haus betonte, die Vorwürfe seien "durch null glaubwürdige Beweise gestützt".
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